Smiles AG sucht Händler für Elektroautos

Redakteur: Andreas Grimm

Der Produzent und Importeur von Elektrofahrzeugen will in diesem Jahr profitabel werden und mit einem größeren Netz mehr Fahrzeuge absetzen. Schub erhofft sich das Unternehmen auch von begleitenden Sorglos-Paketen.

Firmen zum Thema

Die Smiles AG setzt konsequent auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb.
Die Smiles AG setzt konsequent auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Smiles AG finanziert ihre Wachstumspläne mit einer Kapitalerhöhung. Der Anbieter von selbstgefertigten und importierten Elektrofahrzeugen will mit dem Schritt das Grundkapital um knapp 800.000 Euro auf dann 7,08 Millionen Euro erhöhen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Aub bei Würzburg mit. Im laufenden Jahr soll sich der Umsatz auf rund 9 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Dazu sucht das mittelständische Unternehmen weitere Partner für das Händlernetz. Die Zahl der Smiles-Center soll sich von aktuell 40 auf rund 90 erhöhen, so das Unternehmen. Intensiviert werden soll zudem das Projektgeschäft mit Kommunen, Stadtwerken und den Fuhrparks größerer Unternehmen. Das Maßnahmenbündel soll „die Marktposition wirkungsvoll stärken“, heißt es in der Mitteilung. Der Smiles-Vorstand gehe fest davon aus, bereits das Geschäftsjahr 2011 profitabel abzuschließen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 12 Bildern

„Wir suchen deutschlandweit nach neuen Partnern“, verdeutlicht Händlernetzentwickler Ralf Schaub im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Angesprochen fühlen sollten sich Händler, die den Kunden Beratungs- und Servicekompetenz bieten können sowie einen Schauraum haben und mit den Elektrofahrzeugen „auch ein bisschen nach vorne denken wollen“.

Vielseitiges Produktprogramm

Produktseitig verkauft die Smiles AG inzwischen vier Serienmodelle, darunter ein Elektronutzfahrzeug. Dazu kommen noch Elektro-Zweiräder. Die Modelle seien inzwischen in ausreichender Zahl verfügbar, meldet das Unternehmen. Frühere Produktions- und Lieferverzögerungen hätten das Umsatzwachstum immer wieder begrenzt. Über ein deutschlandweites Vertriebsnetz könne der Elektrofahrzeug-Spezialist nun „allen potenziellen Kunden vom Zweirad, über Pkw bis zum Nutzfahrzeug ein jeweils passendes serienmäßiges Fahrzeug anbieten“.

Aufgrund dieser Marktabdeckung erwartet sich die Unternehmensführung eine Nachfragebelebung. Die steigenden Benzinpreise könnten den Absatz zusätzlich ankurbeln. Allerdings müssen sich „Elektrofahrzeuge für den Kunden rechnen und ihm einen Mehrwert bieten“, ist sich Schaub sicher. Diese Beratungskompetenz müssten die Smiles-Partner bieten können.

Als zusätzliches Leistungsangebot können die Händler seit Anfang März nun sogenannte Sorglos-Pakete anbieten. Mit ihnen können Neukunden ohne finanzielles Risiko auf Smiles-Fahrzeuge umsteigen: Mit 5 Jahren Laufzeit hat der Nutzer die Sicherheit, auch nach Ablauf der Herstellergewährleistung umfassend geschützt zu sein. Diese Pakete sichern ausdrücklich die Lithium-Ionen-Batterien ab.

Neues Auto in der Corsa-Klasse

Die Smiles AG vertreibt seit 15 Jahren Elektrofahrzeuge. Bislang wurden nach eigenen Angaben über 6.000 Elektrofahrzeuge unterschiedlicher Hersteller verkauft. Neben dem selbst produzierten CityEL vertreibt die Smiles AG als Generalimporteur deutschlandweit exklusiv den 2+2-Sitzer ‚Reva-i‘, nach dem CityEL laut Unternehmensangaben das meistverkaufte Elektrofahrzeug der Welt, sowie den sportlichen italienischen Zweisitzer Tazzari Zero und das Nutzfahrzeug ‚Beepo Pony‘, der als Pick-Up, Kipper oder mit CargoBox erhältlich ist. Die beiden elektrisch betriebenen Zweiräder Elmoto und Gocycle runden das derzeitige Produktprogramm ab.

Neue Fahrzeugmodelle sollen dem Markt weitere Impulse geben. Neben einem offenen Speedster, mit dem sich auch elektrisch die Sonne genießen lässt, stellt Tazzari im Jahr 2011 auch mehrsitzige Modelle wie einen 2+2-Sitzer vor. Viel Aufmerksamkeit verspricht sich Schaub vom den 4-Sitzer Reva NXR, der auf der IAA gezeigt werden soll. Mit einem zeitgemäßen Design, Airbag und Komfortausrüstung soll er sich durchaus mit den konventionellen Fiesta-, Corsa- oder Polo-Modellen messen können. „Wir können mit dem NXR sicher eine breitere Zielgruppe abdecken“, so Schaub.

(ID:372968)