Social Recruiting: Talente im Netz fischen

Autor / Redakteur: Katrin Drogatz-Krämer / Julia Mauritz

Die Zeiten, als auf dem Arbeitsmarkt ein Bewerberüberschuss herrschte, sind vorbei: Kfz-Betriebe sind immer häufiger gezwungen, bei der Mitarbeitersuche neue Wege zu gehen. Eine vielversprechende Talentfundgrube sind soziale Netzwerke.

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Das bewährte Modell „Post and Pray“ – Stellenanzeigen in Zeitungen schalten und hoffen, dass sich die richtigen Kandidaten bewerben werden – hat im Automobilhandel langsam ausgedient. Es ist mittlerweile egal, ob man Mechatroniker, Serviceberater, Karosseriebauer, Verkaufsberater oder Führungskräfte sucht: Verschiedene Faktoren wie der demografische Wandel und der Trend zum Studium zwingen Unternehmen immer öfter dazu, aktiv auf Talentsuche zu gehen und neue Wege bei der Personalgewinnung einzuschlagen. Einer Studie des Personaldienstleisters Manpower Group aus dem Jahr 2016 zufolge sind Facharbeiter/Handwerker heutzutage die Berufsgruppe, die am schwierigsten zu finden ist, dicht gefolgt von Vertriebsprofis. Und diese Situation dürfte sich in den nächsten Jahren eher noch zuspitzen.

Autohäuser müssen den richtigen Mix finden

Wo kann ein Autohaus sein Netz auswerfen, um die Talente zu fischen, die es braucht? Nach Ansicht von Ulrich Severin, Inhaber der Fuldaer Personalberatung PMS, kommt es auf den richtigen Mix an. Neben der traditionellen Mitarbeitersuche per Print und der Ausbildung sollten Autohäuser auf Mitarbeiterempfehlungen zurückgreifen und eigene Mitarbeiter weiterbilden, um sie fit für anspruchsvollere Aufgaben zu machen. Aber auch Online-Jobbörsen und soziale Netzwerke – von Facebook und Twitter bis hin zu Xing oder Linkedin – seien für ein Autohaus eine interessante Quelle, um Fachpersonal zu finden.