Software-Update: Mazda ruft europaweit 350.000 Diesel zurück

Weltweit über 620.000 Fahrzeuge betroffen

| Autor: Niko Ganzer

(Bild: Mazda)

Mazda ruft europaweit fast 350.000 Dieselfahrzeuge wegen möglicher Rußablagerungen in der Einlassschließklappe zurück. „Der Motor könnte ausgehen, wenn sich bei vollständig geschlossener Einlassschließklappe Rußablagerungen gebildet haben“, teilte die deutsche Mazda-Zentrale kürzlich mit. Zahlen für den Heimatmarkt konnte sie noch nicht vorlegen. Weltweit sind über 623.000 Fahrzeuge betroffen.

Die Fahrzeuge liefen zwischen 13. Februar 2012 und 4. Juli 2018 vom Band. Sie erhalten in der Vertragswerkstatt ein Update der Ansteuerungssoftware für die Einlassschließklappe. „Werden bei der Prüfung Fehler an der Einlassschließklappe festgestellt oder die Motorwarnleuchte leuchtet nach der Neuprogrammierung, wird die Einlassschließklappe durch ein neues Bauteil ersetzt“, heißt es in der Mitteilung.

Zur Arbeitszeit konnte Mazda Motors Deutschland (MMD) ebenfalls noch keine Angaben machen. Die Rückrufmaßnahme befinde sich derzeit noch in der Vorbereitung. Anschließend würden die Halter der betroffenen Fahrzeuge von Mazda kontaktiert und zur Reparatur in die Werkstatt gebeten.

Zwei weitere Rückrufe in Asien

Wie immer erfolgt danach keine Markierung des Fahrzeugs durch Aufkleber. „Die Fahrgestellnummer eines jeden betroffenen Fahrzeugs ist in den Mazda Systemen vermerkt und kann von Mazda Partnern und auch freien Werkstätten hinsichtlich des Status überprüft werden. Bei Eingabe der Fahrgestellnummer wird diese Aktion als offen angezeigt“, so MMD in seiner Mitteilung.

Das Problem sei bei internen Qualitätskontrollen auffällig geworden. Neben dem CX-5 (europaweit 219.633 Einheiten), Mazda 6 (93.797) und Mazda 3 (35.187) muss auf anderen Kontinenten noch das Modell CX-8 in die Werkstatt. Dabei handelt es sich um die zweite Generation des CX-5 (KF) mit langem Radstand. In einigen asiatischen Ländern laufen für die genannten Dieselmodelle parallel noch zwei weitere Rückrufe. Hier wechseln die Vertragswerkstätten bei über 250.000 Fahrzeugen die Federn der Einlassventile und bei knapp 210.000 Exemplaren nach Prüfung wenn nötig den Drucksensor in der Abgasanlage, um Motoraussetzer und überhöhte Abgasemissionen künftig auszuschließen.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45625743 / Service)

Plus-Fachartikel

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Der Importeur geht 2019 mit E-Soul und E-Niro in die Elektrooffensive. Die Nachfrage ist hoch, doch die Stückzahlen werden klein sein. Für Volumen soll nach Ansicht von Geschäftsführer Steffen Cost vor allem die erneuerte und erweiterte Ceed-Familie sorgen. lesen

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Die Autohäuser müssen sich infrastrukturell für das Elektromobilitätszeitalter rüsten. Viele Hersteller und Importeure setzen die Latte dabei hoch und treiben die Kosten in die Höhe. Die Krux ist: Mit der Installation von Ladesäulen ist es nicht getan. lesen