Sono Motors Solarstromer Sion geht in die Erprobung

Von Andreas Grimm

Eigentlich sollte der Sion bereits vor drei Jahren seinen Marktstart feiern. Bekanntermaßen hat das nicht geklappt. Nun startet das Münchner Start-up Sono Motors seine Erprobung mit einer Testflotte und der Hilfe zweier bekannter Auto-Unternehmen.

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Die Solar-Außenhaut macht den Sion zum Sonnen-Stromer.
Die Solar-Außenhaut macht den Sion zum Sonnen-Stromer.
(Bild: Sono Motors)

Um das Stromer-Start-up Sono Motors aus München war es zuletzt still geworden. Nun hat das Unternehmen einen Fortschritt bei der Entwicklung des Fahrzeugs vermeldet. Sono Motors baut aktuell seine Serienfahrzeuge auf und startet damit in die finale Erprobungsphase des Modells. Die Elektroautos beinhalten Serienkomponenten und entsprechen bereits dem finalen Design, heißt es in einer Mitteilung.

In den nächsten Monaten will Sono Motors das Fahrzeug testen, validieren und zertifizieren. Anfang 2023 sollen dann – nach einiger Verzögerung – die ersten Sion-Modelle beim schwedischen Auftragsfertiger NEVS in einem ehemaligen Saab-Werk vom Band rollen. Dass es dabei trotz der finanziellen Turbulenzen der chinesischen NEVS-Muttergesellschaft Evergrande bleiben soll, hatte Sono-COO Thomas Hausch zum Jahreswechsel bereits im Interview mit »kfz-betrieb« klargestellt.

Die Flotte bestehe aus 16 Gesamtfahrzeugen und 21 Versuchsträgern, die aus Serienkomponenten bestehen und bereits das mutmaßlich finale Design tragen, das Sono Motors dann im Sommer der Öffentlichkeit vorstellen wird. Dann wird ein Teil der Serien-Validierungsfahrzeuge voraussichtlich auch wieder auf eine europaweite Probefahrten-Tour gehen.

Sono Motors erprobt seine Testwagen in Europa und den USA, um die Solartechnik in verschiedenen Klimazonen zu erproben. Die Validierungsfahrzeuge für die Serienfertigung fertigt Sono Motors mit Hilfe des Entwicklungsdienstleisters Bertrandt und der Karosseriebau-Tochter von Thyssenkrupp. „Beide Partner haben nicht nur umfassende Expertise im Bereich Automotive-Engineering sondern auch die notwendige Infrastruktur und Kapazitäten, um unsere Testwagen schnell und qualitativ hochwertig zu fertigen“, sagte Sono-Technikchef Markus Volmer.

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Das Alleinstellungsmerkmal des Sonnenstromers ist die Außenhaut, die aus 458 nahtlos eingebauten Solar-Halbzellen besteht und die laut Sono Motors auf kurzen Strecken autark die Stromversorgung gewährleisten könne. Die durch die Solarzellen gewonnene Energie soll die Reichweite der 54-kWh-Batterie des Sion um durchschnittlich 112 Kilometer pro Woche erweitern.

Der Preis für einen Sion liegt derzeit bei 28.500 Euro. Noch vor einigen Monaten konnten Interessenten sich ein Modell für 3.000 Euro weniger reservieren. Für diese First Mover bleibt der günstigere Preis allerdings bestehen, wenn sie das Auto tatsächlich erwerben.

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