Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Aucotras

Steuerbetrug soll zu zehn Millionen Euro Schaden geführt haben

27.09.2011 | Redakteur: Christoph Baeuchle

Steuerbetrug mit umdeklarierten Fahrzeugen soll zu einem Schaden von zehn Millionen Euro geführt haben.
Steuerbetrug mit umdeklarierten Fahrzeugen soll zu einem Schaden von zehn Millionen Euro geführt haben.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen den Trierer Import-Export-Dienstleister Aucotras sowie gegen einen Mitarbeiter der Mainzer Zulassungsstelle. Die auf Wirtschaftsdelikte spezialisierten Ermittler werfen den Beschuldigten mehrere Straftatbestände vor: Neben der Hinterziehung von Umsatzsteuer sowie Beihilfe dazu gehe es um aktive Bestechung und Bestechlichkeit. Laut Staatsanwaltschaft haben die Beschuldigten Firmenwagen zu Privatfahrzeugen umdeklariert und ins Ausland verkauft.

Demnach wurden aus den ausrangierten Fahrzeugen einer Rastatter Mietwagenfirma Privatwagen gemacht, ohne diese zuvor zu verkaufen. Dazu besorgten sie sich Daten der Zulassungsstelle. „Es musste also eine Papierlage geschaffen werden, die klarmacht, dass die Autos von Privatpersonen stammen“, erläuterte der zuständige Staatsanwalt Peter Lintz gegenüber der „Allgemeine Zeitung“.

Während bei Firmenwagen der volle Preis als Grundlage für die Umsatzsteuer dient, gilt bei Privatwagen lediglich die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Dies hätten die Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft zu ihrem Vorteil nutzen wollen. „Insgesamt geht es um 4.900 Autos“, sagte Lintz. Dies habe zu einem Schaden von rund zehn Millionen Euro für das Finanzamt geführt.

Weder die Stadt Mainz noch Aucotras wollten sie gegenüber »kfz-betrieb ONLINE« zu den Vorwürfen äußern. Er könne noch keine konkrete Stellungnahme geben, sagte Rechtsanwalt Heiko Schaefer im Namen von Aucotras. Die Vorwürfe seien ihm noch nicht gänzlich bekannt. Aucotras ist auf Fahrzeugimport und -export spezialisiert.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 384542 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Der Importeur geht 2019 mit E-Soul und E-Niro in die Elektrooffensive. Die Nachfrage ist hoch, doch die Stückzahlen werden klein sein. Für Volumen soll nach Ansicht von Geschäftsführer Steffen Cost vor allem die erneuerte und erweiterte Ceed-Familie sorgen. lesen

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Die Autohäuser müssen sich infrastrukturell für das Elektromobilitätszeitalter rüsten. Viele Hersteller und Importeure setzen die Latte dabei hoch und treiben die Kosten in die Höhe. Die Krux ist: Mit der Installation von Ladesäulen ist es nicht getan. lesen