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Stabwechsel bei Skoda Deutschland vollzogen

| Autor: Wolfgang Michel

Frank Jürgens übernimmt von seiner Vorgängerin Imelda Labbé ein gut bestelltes Haus. Zudem startet der neue Deutschland-Chef in einem für Skoda ganz besonderen Monat.

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Die bisherige Chefin von Skoda Auto Deutschland, Imelda Labbé, hat heute in Darmstadt den Stab an ihren Nachfolger Frank Jürgens übergeben.
Die bisherige Chefin von Skoda Auto Deutschland, Imelda Labbé, hat heute in Darmstadt den Stab an ihren Nachfolger Frank Jürgens übergeben.
(Bild: Michel / »kfz-betrieb«)

Imelda Labbé war seit August 2013 Sprecherin der Geschäftsführung von Skoda Auto Deutschland. Seitdem hat sie die erfolgreiche Entwicklung der Marke hierzulande weiter vorangetrieben. Die Tschechen sind seit sieben Jahren der erfolgreichste Importeur auf dem deutschen Markt. Im vergangenen Jahr hatte Skoda seine Auslieferungen in Deutschland im Vergleich zu 2014 um 3,7 Prozent auf 179.951 Fahrzeuge steigern können.

Ab 1. September steuert und verantwortet die 48-jährige Labbé von Baunatal aus das weltweite Servicegeschäft des Volkswagen Konzerns. Über ihr neues Aufgabengebiet sagte die Leiterin Konzern Aftersales heute in Darmstadt: „Das beinhaltet alle Aktivitäten, die nach dem Neuwagenverkauf kommen. Und das beinhaltet deutlich mehr, als nur den Ersatzteilverkauf.“

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Labbés Nachfolge bei Skoda tritt zeitgleich Frank Jürgens (50) an. Er arbeitet seit 1985 für den Volkswagen-Konzern. Nach mehreren Positionen im Vertrieb und Außendienst übernahm der Betriebswirt die Leitung von Volkswagen Pkw in Tschechien. Ab 2002 verantwortete er bei Seat den Vertrieb in Deutschland, 2006 kehrte er als Leiter der Region Mitte zu Volkswagen Pkw zurück. Im Herbst 2008 wurde er Vertriebsleiter für Volkswagen auf dem deutschen Markt, seit 2015 ist er Leiter Service der Marke Volkswagen Pkw in Deutschland.

Beim heutigen symbolischen Stabwechsel in Darmstadt verabschiedete sich Imelda Labbé von Skoda und übergab das Steuerrad an ihren Nachfolger. Frank Jürgens übernimmt die Geschäftsleitung in einem für Skoda ganz besonderen Monat: Am 17. September 2016 feiert Skoda Auto Deutschland sein 25. jähriges Jubiläum.

Zudem präsentiert der tschechische Autohersteller am 1. September der internationalen Presse in Berlin sein neuestes SUV namens Kodiaq. In Deutschland soll das Auto zum Ende des ersten Quartals 2017 bei den Händlern stehen. Der Kodiaq soll sich zum weiteren Erfolgsmodell für die Marke entwickeln.

Skoda Auto Deutschland: 200.000 Neuwagen pro Jahr im Visier

Bei ihrer Verabschiedung heute warf die bisherige Skoda-Deutschland-Chefin auch einen Blick zurück. „Als Skoda Auto Deutschland am 17. September 1991 gegründet wurde, waren hierzulande gerade einmal 100.000 Fahrzeuge im Bestand. Heute sind es zwei Millionen.“ Als mittelfristiges Absatzziel überlässt Labbé ihrem Nachfolger Jürgens die 200.000er-Neuzulassungsmarke „als nächste magische Hürde“. Verkauft sich der Kodiaq ebenso erfolgreich wie der Superb, könnte dieses Ziel bereits 2017 spätestens aber 2018 erreicht werden.

„Den Ball von Imelda Labbé nehme ich gerne auf. Ich freue mich sehr, für diese sehr erfolgreiche und traditionelle Marke in Deutschland an der Spitze arbeiten zu dürfen.“ Aufgrund seiner vorgehenden Tätigkeiten in der VW-Markenwelt kenne er bereits viele Skoda-Händler in Deutschland persönlich. Zudem habe es bereits erste gute Gespräche mit dem Skoda-Händlerverbandspräsidenten Thomas Peckruhn gegeben.

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Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«