Starkes Bollwerk gegen die Big Five

Kfz-Innung Salzgitter feiert 70-jähriges Bestehen

| Autor: Holger Zietz

Urkunde zum 70-jährigen Bestehen der Kfz-Innung Salzgitter: Obermeister Gerhard Kunze (li.) und Präsident Karl-Heinz Bley vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen.
Urkunde zum 70-jährigen Bestehen der Kfz-Innung Salzgitter: Obermeister Gerhard Kunze (li.) und Präsident Karl-Heinz Bley vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen. (Bild: Holger Zietz/»kfz-betrieb«)

Mit Mitgliedern, Freunden und Gästen blickte die Kfz-Innung Salzgitter anlässlich ihres Jubiläums auf 70 erfolgreiche Jahre zurück. Dabei agierte die Kfz-Innung beispielhaft. „Salzgitter ist die erste niedersächsische Kfz-Innung, die einen Kalligraphen in Gold gewonnen hat“, betonte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen.

Die hohe Auszeichnung geht vor allem aufs Konto von Obermeister Gerhard Kunze. Er setzte die vom einstigen ZDK-Präsidenten initiierte Kampagne „Grüner Pfeil“ in Salzgitter um. An vielen Kreuzungen in Salzgitter sorgt der Grüne Pfeil mittlerweile dafür, dass der Verkehr fließt. Die Aktion kam bei vielen gut an: bei der Stadt, bei den Autofahrern und nicht zuletzt bei der Presse, die über diverse Grüne Pfeile positiv berichtete.

Dies wiederum half nicht nur dem Image der Kfz-Innung, sondern auch den Autohäusern und Werkstätten vor Ort. „In Salzgitter ist das Kfz-Gewerbe als Arbeitgeber hoch angesehen“, bescheinigte Stefan Klein, Erster Bürgermeister der Stadt. Das schlägt sich auch in den Ausbildungszahlen nieder: Die 38 Mitgliedsbetriebe bilden pro Jahr rund 20 junge Menschen in verschiedenen Kfz-Berufen aus.

70 Jahre Kfz-Innung Salzgitter: (v.li.) Bürgermeister Stefan Klein, Obermeister Gerhard Kunze sowie Präsident Karl-Heinz Bley und Geschäftsführer Christian Metje vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen.
70 Jahre Kfz-Innung Salzgitter: (v.li.) Bürgermeister Stefan Klein, Obermeister Gerhard Kunze sowie Präsident Karl-Heinz Bley und Geschäftsführer Christian Metje vom Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen. (Bild: Holger Zietz/»kfz-betrieb«)

Bereits seit der Gründung der Kfz-Innung Salzgitter im Jahr 1949 spielt das Thema Ausbildung eine zentrale Rolle. Im Wettbewerb um Fachkräftenachwuchs müssen sich die Innungsbetriebe gegen die großen Industriearbeitgeber in Salzgitter behaupten. Die Salzgitterer „Big Five“ – MAN, Salzgitter-Stahl, VW, Bosch und Alstom – dominieren den Arbeitsmarkt.

Dass die Kfz-Betriebe hier mit Aspekten wie Vergütung nicht punkten können, versteht sich von selbst. Schließlich überbieten sich die Big Five gegenseitig mit hohen Zahlungen. „Da kann dann eigentlich nur noch mit guter Ausbildung und sicheren Arbeitsplätzen geworben werden“, betont Obermeister Kunze. Und er kann der Konkurrenzsituation sogar etwas Gutes abgewinnen: „Der Zusammenhalt in der Innung ist von Beginn an groß. Bei vielen Themen wie Ausbildung, Kampf gegen Schwarzarbeit, preiswerte Energieversorgung ziehen die Mitgliedsbetriebe an einem Strang.“

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46216049 / Verbände)

Plus-Fachartikel

BDK: „Wir sehen uns als eine Alternative“

BDK: „Wir sehen uns als eine Alternative“

Die neue Plattform „Juhu Auto“ ist Teil der Digitalisierungsoffensive der BDK, die darauf abzielt, den Handel zu stärken. Dr. Hermann Frohnhaus, Sprecher der Geschäftsführung der BDK, spricht über den strategischen Ansatz von „Juhu Auto“. lesen

Facebook-Marketplace: Alternative am Anfang

Facebook-Marketplace: Alternative am Anfang

Autoinserate im Onlinenetzwerk: Seit rund einem Jahr können Händler auch auf Facebook strukturiert Fahrzeuge inserieren. Dafür arbeitet die Plattform mit einer Reihe von Partnern zusammen. Mit Kennzahlen hält sich Facebook allerdings zurück. lesen