Stromlinienförmig zu Höchstleistungen

Autor / Redakteur: Ampnet / Thomas Günnel

Die Stromlinienform ist eine der wichtigsten Errungenschaft für die Entwicklung schneller und sparsamer Fahrzeuge. Im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen widmet sich nun eine Ausstellung der Windschnittigkeit.

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Die Idee der Stromlinienform ist schon recht alt, wie viele Exponate der Ausstellung „Strom-Linien-Form“ beweisen. Im Bild ein Adler 38.
Die Idee der Stromlinienform ist schon recht alt, wie viele Exponate der Ausstellung „Strom-Linien-Form“ beweisen. Im Bild ein Adler 38.
(Bild: Zeppelin-Museum/Markus Tretter)

Es war die Erfindung des Windkanals Ende des 19. Jahrhunderts, der die stromlinienförmige Optimierung ermöglichte. Auch in Friedrichshafen wurden zur aerodynamischen Windkanalforschung wichtige Beiträge geleistet. Auslöser war der Bau der Zeppelinluftschiffe. Die Ausstellung „Strom-Linien-Form – die Faszination des geringen Widerstands“ in Friedrichshafen zeigt bis zum 17. April 2017 die technische Vielfalt, die historischen Brüche und Kontinuitäten ebenso wie die gesellschaftliche Bedeutung.

Von der Luftschifftechnik spannt sich der Bogen bis zur aerodynamischen Gestaltung von Automobilien, Eisenbahnen, Motorrädern und Flugzeugen. Im Sport werden nicht nur Bobschlitten oder Rennräder im Windkanal aerodynamisch immer weiter verfeinert, sondern auch der menschliche Körper und seine Bewegungsabläufe.

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Die Ausstellung, ein umfangreiches Begleitprogramm und eine reich bebilderte Publikation beleuchten aus unterschiedlichen technischen, historischen und gesellschaftlichen Blickwinkeln das Thema Stromlinienform. Die Schau umfasst rund 100 Exponate – angefangen vom Rennwagen aus der Generation der berühmten Silberpfeile über Automobile, Limousinen und Weltrekordmotorräder, Eisenbahnmodelle bis hin zu zahlreichen Ausstellungsstücken aus dem internationalen Alltagsdesign. Zu sehen ist unter anderem der Horch 930 S von 1939, der dank Aerodynamik mit 92 PS eine Geschwindigkeit von 170 km/h bei einem Treibstoffverbrauch von 18 Litern erreichte.

Eine weitere Attraktion ist die BMW 750 von Ernst Henne aus dem Jahr 1931, die im Windkanal der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen ihren letzten Schliff für den Motorrad-Geschwindigkeitsweltrekord bekam. Auch das Coupé BMW 328 Touring, mit dem Henne fünf Jahre später in Le Mans siegte, gehört in diese Stromlinien-Epoche – ebenso wie der Tatra 87.

Zu sehen sind außerdem ein halbes Dutzend Windkanalmodelle von Autos. Neuere Ausstellungsstücke sind der Opel GT Dieselrekordwagen und der Mercedes C 111/3 aus den 1970er Jahren. Aber auch normale Haushaltsgegenstände sowie Modelle von Zügen sind in Friedrichshafen zu sehen. Dazu kommt bis zum April nächsten Jahres ein umfassendes Begleitprogramm zur Technik und Historie der Stromlinie in all ihren Aspekten und Facetten.

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