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Studie: Autokäufer wollen Rabatte

| Autor: Andreas Wehner

Drei Viertel der deutschen Privatkunden erwarten beim Autokauf einen Rabatt. Dabei ist den Autokäufern letztlich ein günstiger Kaufpreis viel wichtiger als Kriterien wie Werterhalt oder laufende Kosten.

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(Bild: Promotor/Volz)

75 Prozent der deutschen Autofahrer erwarten einen Rabatt beim Fahrzeugkauf. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners hervor. Dabei steht ein finanzieller Nachlass ganz oben auf der Liste: 80 Prozent der Befragten rechnen mit einem Geld-Rabatt. 59 Prozent erwarten kostenlose Ausstattungsoptionen, 46 Prozent eine Garantieverlängerung und 29 Prozent eine Mobilitätsgarantie.

Die Studienautoren wollten auch wissen, welche Art von Rabatt die Autofahrer für attraktiv halten. Dabei sprachen sich 84 Prozent für eine Garantieverlängerung aus und 76 Prozent für eine Mobilitätsgarantie. Einen Geld-Rabatt bewerteten dagegen nur 68 Prozent als attraktiv. In dem Zusammenhang gaben nur 44 Prozent der Studien-Teilnehmer an, dass sie bei ihrem letzten Autokauf einen Rabatt erhalten hätten.

Gleichzeitig machen sich die Autofahrer offenbar wenig Gedanken über die laufenden Kosten oder den Wertverlust des Fahrzeugs. „Der Ankaufspreis ist bedeutend wichtiger als der Wiederverkaufswert sowie Wartungs- und Reparaturkosten, obwohl diese im Laufe des Lebenszyklus vergleichsweise mehr Kosten verursachen. Abgesehen von den preisbezogenen Kaufkriterien sind Sicherheit und Verbrauch besonders relevant, auf Design und Verarbeitung wird hingegen deutlich weniger wert gelegt“, sagt Antoine Weill, Partner bei Simon-Kucher. Insgesamt würden die Autofahrer ihre Kaufentscheidung bei einem attraktiven Nachlass oder einer Abwrackprämie am ehesten beschleunigen.

Was die Studie ebenfalls ergab: Händler sind nicht nur für den Kauf sondern auch zur Information vorab eine relevante Größe. 56 Prozent der Studienteilnehmer gaben den Vertragshandel als Informationsquelle an, 55 Prozent nutzen externe Webseiten wie Onlinebörsen, 52 Prozent die Webseite eines Herstellers.

Skepsis gegenüber Werbeaussagen

Der überwiegende Teil der Befragten hält dabei die Preise in der Werbung für nicht transparent. 56 Prozent glauben, dass sie am Ende mehr als den in der Werbung angegebenen Preis bezahlen müssen. Als Grund geben die meisten (87 %) zwar die Konfigurationsmöglichkeiten an, die sie bei einem Neuwagen haben. 57 Prozent erwarten jedoch auch versteckte Kosten.

Simon-Kucher hatte im März mehr als 1.000 Privatkunden in Deutschland für die „Automobilstudie 2019“ befragt.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«