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SUV-Absatz stützt PSA

| Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Der französische Hersteller hat seinen Umsatz im dritten Quartal gesteigert, obwohl der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent zurückgegangen ist. Zu verdanken hat PSA die Entwicklung der steigenden Nachfrage nach SUVs.

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(Foto: PSA)

Trotz eines Absatzeinbruchs hat PSA den Umsatz im dritten Quartal leicht gesteigert. Die Erlöse legten im Jahresvergleich um 1 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro zu, wie die Opel-Mutter am Mittwoch in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte. Damit übertraf PSA die Erwartungen der Analysten ein wenig, die im Schnitt mit 15,5 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Aktien fielen im frühen Mittwochhandel in einem schwächeren Gesamtmarkt dennoch um rund ein halbes Prozent.

Die Nachfrage nach beliebten Modellen wie den Stadtgeländewagen DS 3 Crossback und Citroën C5 Aircross hätte dabei unter anderem negative Währungseffekte und einen rückläufigen Absatz mehr als wettgemacht, wie PSA weiter mitteilte. In der Regel verdienen Autobauer mehr an solchen Modellen als etwa an Kleinwagen. Der Umsatz der Autosparte lag mit 11,8 Milliarden Euro etwa auf Vorjahresniveau, der zum Konzern gehörende Zulieferer Faurecia verzeichnete im dritten Jahresviertel ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Absatzeinbruch in China

In den Monaten Juli bis September verkaufte PSA rund 674.000 Fahrzeuge und damit rund 4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als die Opel-Mutter noch rund 702.000 Fahrzeuge abgesetzt hatte. Die Marke Peugeot verzeichnete einen Rückgang von 8,3 Prozent, bei Opel und Vauxhall ging es um 6,2 Prozent bergab. Lediglich Citroën (+3,5 %) und DS (+ 33%) erzielten jeweils ein Wachstum.

Vor allem in China brach der Absatz förmlich ein und ging um 40 Prozent zurück. Im weitaus wichtigeren europäischen Markt betrug das Minus knapp 3 Prozent. Bereits im ersten Halbjahr hatte der französische Autobauer einen kräftigen Absatzrückgang hinnehmen müssen. Nach neun Monaten beziffert sich das Minus auf 10,6 Prozent.

Profitabilitätsziele bestätigt

Mit Blick auf die Marktentwicklung geht PSA weiterhin von einem Rückgang von einem Prozent in Europa und einem Minus von 7 Prozent in China aus. Pessimistischer wurden die Franzosen für Lateinamerika und für Russland. Bislang hatte PSA in Russland ein Wachstum von 3 Prozent erwartet, jetzt geht der Konzern von einem Minus von 2 Prozent aus.

Seine Profitabilitätsziele für 2019 bis 2021 bestätigte der Konzern unterdessen. Demnach erwartet PSA in seiner Autosparte weiterhin eine durchschnittliche bereinigte operative Gewinnmarge von mehr als 4,5 Prozent. In der ersten Jahreshälfte hatte die Marge 8,7 Prozent erreicht. Angaben zum Gewinn im dritten Quartal machte der Autobauer nicht.

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