Luxusfahrzeuge Teuer und exklusiv sind beste Verkaufsargumente

Von Andreas Grimm

Die Corona-Folgen und die Halbleiterkrise haben ihre Spuren im Automarkt hinterlassen. Aber nicht in allen Ländern und nicht in allen Segmenten. In der Luxusklasse ging der Absatz jedenfalls steil nach oben.

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Automobiler Luxus ist in Corona-Zeiten gefragter denn je.
Automobiler Luxus ist in Corona-Zeiten gefragter denn je.
(Bild: Bentley Dresden)

Das europäische Automobiljahr 2021 ist für Hersteller wie Handel ernüchternd verlaufen. Doch global betrachtet haben viele wichtige Märkte zugelegt wie China (+6,6 %), Russland (+4,3 %) oder auch Indien (+26,7 %). Davon profitiert haben nicht zuletzt die europäischen Luxusmarken.

Rolls-Royce steigerte den globalen Absatz im Jahr 2021 um 49 Prozent und lieferte 5.586 Automobile an seine Kunden aus. Das war nach Angaben des langjährigen Unternehmenschefs Torsten Müller-Ötvös ein Rekordwert. 2021 sei ein phänomenales Jahr für Rolls-Royce Motor Cars gewesen. Man habe Rekordzahlen in den meisten Vertriebsregionen erzielt, einschließlich China, Amerika und Asia-Pacific. Dabei fällt auf, dass viele Kunden maßgefertigte Neuwagen bestellen – beim Basispreis bleibt es also in den seltensten Fällen. In Deutschland verkaufte die Marke im letzten Jahr 161 Exemplare – 9 mehr als im Jahr zuvor (+6 %).

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Der britische Luxuskonkurrent Bentley hat im selben Zeitraum weltweit sogar 14.659 Fahrzeuge abgesetzt. Das sind 31 Prozent mehr als 2020. Treiber war das SUV Bentayga, auf das 40 Prozent der Verkäufe entfallen. Dahinter folgen Continental GT (33 %) und Flying Spur (27 %). Hauptabsatzmarkt sind die USA knapp vor China. Beide Märkte kommen zusammen auf 57 Prozent des Absatzes. Auf Europa entfielen im vergangenen Jahr 2.520 Fahrzeuge (+ 15 %), der britische Heimatmarkt kam mit 1.328 Auslieferungen (+ 14 %) auf einen neuen Rekordwert.

Rasante Entwicklung bei Lamborghini

Die Konzernschwester Lamborghini hat im vergangenen Jahr 8.405 Autos verkauft – ebenfalls ein neuer Rekord (+13 %). Zudem ist es Ausdruck einer rasanten Entwicklung: Erst 2015 hatte das Unternehmen noch stolz verkündet, erstmals über 3.000 Fahrzeuge ausgeliefert zu haben. Auch der Supersportwagenbauer profitiert vom SUV-Hype, stellt doch der Urus mit 5.021 Exemplaren das bestverkaufte Modell dar. Mit weitem Abstand folgt dahinter der Huracán mit 2.586 Einheiten. Den Reigen komplettieren 798 Aventador mit V12-Motor. Größter Absatzmarkt waren die USA mit 2.472 Auslieferungen (+11 %). In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 706 Lamborghini neu zugelassen (+16 %).

An Exklusivität kaum zu überbieten, und wohl auch deshalb immer ausverkauft, ist Bugatti. Die Edelschmiede aus Molsheim im Elsass verkaufte im letzten Jahr 150 ihrer sogenannten Hypersportwagen – mehr geht wohl auch gar nicht. Grundsätzlich hat Bugatti kein Nachfrageproblem. Von den Fahrzeugen des letzten Jahres gingen den Angaben zufolge 60 Prozent an Neukunden. Unter den ausgelieferten Modellen waren sowohl die neue Ikone Chiron Super Sport 300+ als auch der La Voiture Noire, sowie die letzten fertiggestellten Divo. Trotz aller Erfolge wird 2022 für Bugatti spannend wie lange nicht. Die Molsheimer müssen sich im neuen gemeinsamen Unternehmen Bugatti Rimac mit Rimac Automobili und Porsche für die Zukunft aufstellen.

Von Ferrari liegen bislang noch keine endgültigen Zahlen für 2021 vor. Das Fabrikat hatte die Auslieferungen aber nach drei Quartalen etwa um ein Fünftel gegenüber dem Jahr 2020 steigern können.

Mit Material von ampnet und sp-x

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