Thomas Koch erhält „Executive Circle Award 2018“

Autor: Wolfgang Michel

»kfz-betrieb« hat Thomas Koch mit dem „Executive Circle Award 2018“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In den zurückliegenden 25 Jahren hat der heute 56-jährige Berliner Kaufmann eine eindrucksvolle Karriere als selbstständiger Unternehmer hingelegt.

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(Bild: Stefan Bausewein)

»kfz-betrieb« hat Thomas Koch (56) mit dem „Executive Circle Award 2018“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Gemeinsam mit zwei Freunden, gründete der Preisträger 1993 in Berlin sein Autohandelsunternehmen. Die Ausstellungshalle auf dem notdürftig mit Kies aufgefüllten Areal war ein Zelt, das Büro in einem Container untergebracht, die Werkstatt um die Ecke angesiedelt. Im ersten Jahr verkaufte das Unternehmen 150 Fahrzeuge.

Heute, 25 Jahre später, hat die Koch Gruppe Automobile AG insgesamt sechs Marken im Neuwagen-Portfolio, die sich über insgesamt 16 Standorte verteilen. 2017 verkaufte das Unternehmen über 8.000 Neu- und Gebrauchtwagen, der Umsatz betrug 170 Millionen Euro. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 70 Auszubildende arbeiten für den Berliner Mehrmarkenhändler.

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Bereits im Jahr 2003 – also nur zehn Jahre nach der Unternehmensgründung – wurde der Preisträger für sein erfolgreiches Engagement im Automobilhandel ein erstes Mal mit einem markenübergreifenden und deutschlandweit ausgeschriebenen Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen sicherte sich in jenem Jahr den ersten Platz beim erstmals von »kfz-betrieb« verliehenen Vertriebs Award. Mit 1.500 verkauften Neuwagen war das Autohaus Koch damals Deutschlands größter Mazda-Händler.

Pleite von Lehmann Brothers löst Turbulenzen aus

Im Zuge des stetigen Wachstums ging aber nicht immer alles glatt. In den Jahren 2008/2009 geriet das Unternehmen quasi im Gleichschritt mit der amerikanischen Investment Bank Lehmann Brothers in schwere Turbulenzen. So gesellte sich zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch eine Unternehmenskrise. Die Neuzulassungen der Hauptmarke Mazda sanken von ehemals 2.400 auf knapp 1.100 Einheiten. Darüber hinaus hatte sich das Unternehmen kurz vor der Krise für eine Finanzierungsform entschieden, die sich in der Krise als falsch entpuppte.

Aufgeben kam für Thomas Koch nicht in Frage, er steuerte massiv gegen die Krisen an. Harte Einschnitte waren nötig: 70 Mitarbeiter mussten gehen, zudem schaffte der Autohauschef völlig neue Unternehmensstrukturen und aus der GmbH wurde eine Aktiengesellschaft. Im Jahr 2012 und damit drei/vier Jahre später sagte der Preisträger im Gespräch mit »kfz-betrieb« über die Krise: „Im Zuge unseres Wachstums haben wir unseren Fokus auf die Expansion gelegt und das Tagesgeschäft an den Rand gedrängt. In der Krise haben wir gelernt, unser Unternehmen wieder vom Rand aus aufzuarbeiten. Man nimmt wieder alles in die eigene Hand und eignet sich Systeme an, wie man mit weniger Menschen eine höhere Effizienz erzielt und die Zahlen im Blick behält. Heute sind wir nicht nur finanziell viel gesünder als zuvor, sondern auch strukturell ganz klar besser aufgestellt. Wir haben den Turnaround geschafft und sind gesünder aus der Krise herausgekommen, als wir hereingeraten sind.“

Zum Turnaround gehörte u.a. auch, dass Koch seitdem Händlerkooperationen eingeht, wo er sie für sinnvoll erachtet. So hat er beispielsweise mit 21 weiteren Skoda-Händlern eine Werbegemeinschaft gegründet. So ein Schritt ist für ihn der beste Weg, um den Intrabrandwettbewerb einzudämmen. Ferner sind die Entwicklungen von Internet- und Vertriebsstrategien sowie Prozessoptimierungen in allen Geschäftsbereichen das Steckenpferd des Preisträgers. Belohnt wurde der Unternehmer für die digitale Neuausrichtung seiner Autohausgruppe ein weiteres Mal mit einer hohen Auszeichnung: Im Jahr 2016 gewann sein Unternehmen den ebenfalls deutschlandweit und markenübergreifend ausgeschriebenen Internet Sales Award von »kfz-betrieb«.

Mit der Kombination aus engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ausgefeilten Prozessen, einer engen Verbundenheit mit der Region und einer gehörigen Portion Kreativität schafft es Thomas Koch, sich in einem äußerst hart umkämpften Hauptstadtmarkt selbst in schwierigsten Zeiten dauerhaft zu behaupten.

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Chefredakteur »kfz-betrieb«