Toyota-Händler schaffen knapp zwei Prozent Rendite

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die Netzumstrukturierung und die neuen Modelle greifen: Die wirtschaftliche Situation im Toyota-Handel hat sich deutlich gebessert und der Kölner Importeur will 2017 die Marke von 80.000 Neuzulassungen knacken.

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THV-Präsident Michael Martin lobte auf der Vollversammlung die konstruktive Zusammenarbeit mit Toyota Deutschland.
THV-Präsident Michael Martin lobte auf der Vollversammlung die konstruktive Zusammenarbeit mit Toyota Deutschland.
(Bild: THV/ C.Olaf Adickes)

Nach einem jahrelangen Rückgang steigt das Neuwagengeschäft 2016 bei Toyota Deutschland erstmals wieder: Präsident Tom Fux hat sich für das Gesamtjahr 74.000 Pkw- und Nfz-Neuzulassungen auf die Fahne geschrieben – rund 7.000 Einheiten mehr als im Vorjahr.

Auch die Renditesituation im Handel hat sich spürbar gebessert: In den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben die Toyota-Partner nach Aussage des Kölner Importeurs eine durchschnittliche Rendite von knapp zwei Prozent erwirtschaftet. Ein Ergebnis, mit dem weder Tom Fux noch Händlerverbandspräsident Michael Martin knapp sechs Monate nach der Umstrukturierung des Händlernetzes gerechnet hatten.

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Gut war folglich auch die Stimmung auf der gestrigen Vollversammlung des Toyota-Händlerverbands in Fulda: Rund 260 Händler waren gekommen, um das 30. Jubiläum des Verbands zu feiern. „Rückblickend hat die Netzrestrukturierung hervorragend geklappt: Mit knapp zwei Prozent Rendite oder 162.000 Euro Gewinn vor Steuern zum 31. Oktober 2016 ist das Betriebsergebnis auf einem rekordverdächtigen Niveau“, unterstrich Michael Martin auf einer anschließenden Pressekonferenz. Die Modelle, allen voran der RAV4 Hybrid mit knapp 10.000 Auftragseingängen, hätten gut gegriffen und auch die Lieferzeiten seien hinnehmbar gewesen.

Gestiegener Umsatz im Service

Tom Fux nannte als die drei wichtigsten Gründe für die positive Entwicklung der wirtschaftlichen Situation im Netz die gestiegene Nachfrage nach höherpreisigen Modellen und Ausstattungen, ein höheres Verkaufsvolumen pro Betrieb durch die Straffung des Vertriebsnetzes von gut 500 auf 380 Standorte sowie einen gestiegenen Umsatz mit Zubehör und Ersatzteilen.

2017 will Toyota Deutschland im Neuwagenabsatz noch eine ordentliche Schippe drauflegen: Das Vertriebsziel lautet 81.500 Neuzulassungen. Große Erwartungen hat der Importeur vor allem an sein kompaktes Crossovermodell CH-R, das am 21. Januar 2017 seine Premiere im Handel feiert: Toyota rechnet alleine für dieses Modell mit 14.000 Neuzulassungen.

Das höhere Verkaufsvolumen will der Importeur im Wesentlichen mit der aktuellen Händlernetzstärke schaffen: „Wir wollen die Zahl unserer Vertriebspartner auf maximal 400 begrenzen“, unterstrich Tom Fux.

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