Alternative Antriebe Toyota steigt bei deutscher Brennstoffzellen-Firma ein

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die CO2-Emissionen der Nutzfahrzeuge sollen deutlich sinken. Die Lastwagenbranche arbeitet dementsprechend an Alternativen zum Verbrenner – dazu gehört die Brennstoffzelle. Der deutsche Spezialist Cellcentric hat nun drei Hersteller als Gesellschafter.

Die Produktion des Brennstoffzellen-Mercedes GLC F-Cell endet nach nur zwei Jahren.(Bild:  Daimler)
Die Produktion des Brennstoffzellen-Mercedes GLC F-Cell endet nach nur zwei Jahren.
(Bild: Daimler)

Toyota steigt bei dem Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric ein. Der japanische Autokonzern wird gleichberechtigter Partner und Anteilseigner. Dazu wurde eine verbindliche Vereinbarung zwischen Daimler Truck, Volvo, Cellcentric und Toyota unterzeichnet, wie die Partner gemeinsam mitteilten. Künftig werde jeder der Fahrzeughersteller als Gesellschafter ein Drittel der Anteile halten. Die Transaktion soll spätestens Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die Freigabe der Behörden steht aber noch aus.

Cellcentric hat seinen Sitz im schwäbischen Kirchheim unter Teck bei Stuttgart und entwickelt, produziert und vermarktet Brennstoffzellensysteme für schwere Nutzfahrzeuge. Bislang ist Cellcentric ein Gemeinschaftsunternehmen der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und Volvo. Eine Absichtserklärung zum Einstieg von Toyota war bereits im März unterzeichnet worden. 

Als Ziel haben die Konzerne, den technologischen Vorsprung, die industrielle Skalierung und die Wettbewerbsfähigkeit von Cellcentric weiter zu stärken. Zusammen mit Partnern wolle man außerdem die Entwicklung der Wasserstoffversorgung und Infrastruktur aktiv unterstützen. „In allen übrigen Geschäftsbereichen werden Daimler Truck, Volvo und Toyota weiterhin unabhängig voneinander im Wettbewerb stehen“, hieß es.

Verbrenner-Alternativen bislang kaum im Einsatz

Cellcentric wurde im Jahr 2021 gegründet. Wie auch in der Autoindustrie sind bei Nutzfahrzeugherstellern umweltfreundliche Alternativen zum Verbrenner gefragt. Allerdings sind diese in der Branche bislang kaum verbreitet. Daimler Truck hat zwar bereits batterieelektrische Lastwagen im Angebot, der Anteil am Gesamtabsatz ist aber noch verschwindend gering. 

Parallel dazu arbeiten die Schwaben an wasserstoffbasierten Antrieben. Nach Tests mit Prototypen will Daimler Truck Ende dieses Jahres mit einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen in den Kundeneinsatz gehen. Dass es sich bislang eher um eine Nische handelt, zeigt auch ein anderes Beispiel aus dem Raum Stuttgart: Bereits seit Längerem hat auch Bosch einen prämierten Brennstoffzellen-Antrieb für Lastwagen im Angebot. Die Nachfrage ist aber überschaubar.

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