Nutzfahrzeugbranche Traton und Daimler Truck blicken optimistischer ins Jahr

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach einem schwachen ersten Halbjahr wirken die Managementmaßnahmen bei Traton und Daimler Truck. Der Blick der Nutzfahrzeughersteller in die Zukunft fällt positiver aus als zuletzt.

Der Nutzfahrzeugmarkt sendet zarte positive Signale, Traton und Daimler Truck geben optimistischere Prognosen heraus.(Bild:  ZF)
Der Nutzfahrzeugmarkt sendet zarte positive Signale, Traton und Daimler Truck geben optimistischere Prognosen heraus.
(Bild: ZF)

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton rechnet nach einem schwachen ersten Halbjahr weiter mit besseren Geschäften in der zweiten Jahreshälfte. Mit Blick auf die Ziele im laufenden Jahr erhöhte der Konzern das untere Ende der Prognosespannen. So geht das Unternehmen beim Absatz und Umsatz nur noch im schlechtesten Fall von einer Stagnation aus.

Auch der Konkurrent Daimler Truck äußerte sich mit einem verhalten positiven Ausblick auf das Restjahr. Insbesondere dank Fortschritten im US-Geschäft hat der Hersteller seine Jahresprognose erhöht.  „Das US-Handelsministerium habe den Antrag auf Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen mit Wirkung zum 1. November 2025 genehmigt“, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Neben dieser für den Konzern positiven Zoll-Entscheidung rechnet Daimler Truck jetzt in Nordamerika auch mit einem etwas besseren Absatz.

Traton-Auftragseingang zieht an

Die Prognosespanne von Traton für den Absatz und Umsatz liegt jetzt bei 0 bis 7 Prozent, nach zuvor von minus 5 bis plus 7 Prozent. Bei der bereinigten operativen Rendite werde 2026 jetzt ein Ergebnis zwischen 6,3 und 7,3 Prozent angepeilt und soll damit mindestens auf dem Niveau des Vorjahreswertes liegen. Bisher lag das untere Ende der Spanne ein Prozentpunkt tiefer.

Der Konzern mit Marken wie MAN, Scania und Volkswagen Truck & Bus hatte bereits Mitte Juli Eckdaten vorgelegt. Daher ist bereits bekannt, dass die bereinigte operative Rendite in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 0,7 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent anzog. Der Umsatz stagnierte bis Ende Juni bei knapp 22 Milliarden Euro und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn legte um zwölf Prozent auf etwas mehr als 1,5 Milliarden Euro zu.

Der Absatz fiel um ein Prozent auf 151.500 Fahrzeuge; doch der Auftragseingang deutet hier auf eine baldige Besserung hin. So legten die Bestellungen dank einer sehr hohen Nachfrage in Nordamerika im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 181.900 Fahrzeuge zu. In Deutschland ging dagegen die Zahl der Lkw-Bestellungen zurück. Der Auftragseingang habe in allen Regionen erneut über dem Absatz gelegen. Der Volkswagen-Konzern hält fast 90 Prozent der Anteile.

Daimler Truck erhöht Jahresprognose

Daimler Truck erhöhte seine Prognose für das Jahr. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim operativen Gewinn liegt das Mittel der neuen Zielspanne über der durchschnittlichen Prognose der Analysten.

Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um jeweils eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro angehoben. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient.

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