Trotz Auf und Ab während Corona: Cluno sieht „Run auf Autoabos“

Autor: Julia Mauritz

Starker März, schwacher April, guter Mai: Für Cluno verliefen stark von Corona geprägten letzten Monate sehr unterschiedlich. CEO Nico Polleti bewertet die Lage aber alles in allem positiv. Mithilfe einiger Neuerungen will er die Auto-Aboplattform noch attraktiver machen.

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Die Auto-Aboplattform Cluno will den Kunden die Schwellenangst für ihr Mobilitätsangebot nehmen.
Die Auto-Aboplattform Cluno will den Kunden die Schwellenangst für ihr Mobilitätsangebot nehmen.
(Bild: Cluno)

Die Auto-Aboplattform Cluno hat eine Corona-Achterbahnfahrt hinter sich. Cluno-Co-Founder und CEO Nico Polleti lässt sich vergangenen drei Monate Revue passieren: „Der März 2020 war unser bester Monat seit unserem Start Ende 2017. Der April war schwächer. Die Zahl der Besucher auf unserer Website war hoch, aber es schien, als hätten die Menschen die Pausetaste gedrückt.“ Finanzielle Entscheidungen seien erst einmal vertagt worden.

Im Mai hingegen, als die Politik die Regelungen und Ausgangsbeschränkungen mehr und mehr lockerte, habe das Geschäft wieder angezogen. „Unsere Einschätzung, dass die Corona Krise einen Run auf das Auto-Abo auslöst, scheint sich zu bewahrheiten.“ Angaben über die Zahl seiner Nutzer macht Cluno dabei jedoch nicht.

Polleti sieht vor allem zwei Treiber für das Auto-Abos: In Corona-Zeiten gewinne das persönliche Auto als geschützter Raum wieder stark an Bedeutung, zudem wünschten sich die Menschen in wirtschaftlich ungewissen Zeiten kostensichere und flexible Mobilitätslösungen.

Dem Wunsch nach sorgenfreier Mobilität war Cluno im Mai mit einem besonderen Angebot begegnet. Alle Neu-und Anschlussbuchungen von Privatkunden hatte der Anbieter mit einer kostenlosen Ratenausfallversicherung ausgestattet: Nach der ersten Monatsrate, die der Kunde selbst tragen muss, übernimmt diese im Falle einer unverschuldeten Erwerbslosigkeit die Hälfte der restlichen fünf Monatsraten.

Der Nachweis über die unverschuldete Erwerbslosigkeit erfolgte dabei einmalig per Bescheinigung über den Bezug von Arbeitslosengeld durch das Arbeitsamt,sowie monatlich per Zahlungsnachweis der Agentur für Arbeit. Laut Polleti sei das Angebot bei den Kunden gut angekommen: „39 Prozent der Kunden, die im Mai ein Auto-Abo abgeschlossen haben, gaben an, dass die Sorgenfrei-Versicherung im Entscheidungsprozess eine Rolle gespielt hat.“ Das zeige Polleti, dass es sinnvoll sei, mit seinen Versicherungspartnern an einer dauerhaften Lösung zu arbeiten.

Neuer Verfügbarkeitsfilter

In den nächsten Wochen und Monaten plant der Auto-Aboanbieter unter dem Dach seiner Initiative Sorgenfrei noch weitere Angebote zu launchen. Nähere Details verrät der Cluno-Chef aktuell noch nicht. Man arbeite kontinuierlich daran, die Customer Experience zu verbessern, so Polleti weiter. So hatte das Start-up Mitte Mai auf seiner Aboplattform eine neue Filteroption eingeführt: Die Kunden können die Fahrzeuge nach ihrer Verfügbarkeit filtern – das Spektrum reicht von wenigen Wochen bis zu mehr als vier Monate.

„Der Anteil der Kunden, die die schnelle Verfügbarkeit als wichtigen Zufriedenheitsfaktor nennen, ist im April um 4,3 Prozent gestiegen. Daraus schließen wir, dass die Corona-Krise nicht nur den Wunsch nach einem eigenen Auto weckt, sondern dass es, zumindest in manchen Fällen, auch auf eine schnelle Bereitstellung des gewählten Fahrzeuges ankommt.“ Von den rund 100 auf der Aboplattform inserierten Fahrzeugen sind aktuell knapp 20 innerhalb von zwei Wochen verfügbar, bei gut der Hälfte der Autos müssen sich Kunden zwischen einem und vier Monaten gedulden.

Auf die reguläre Startgebühr in Höhe von 299 Euro verzichtet Cluno nach dem Mai auch im Juni. Eine dauerhafte Senkung oder gar Streichung sei jedoch nicht geplant, unterstreicht Polleti.

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