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TRW kauft Stoßdämpfer-Business

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Der amerikanische Autozulieferer TRW stärkt sein Aftermarketgeschäft mit der Stoßdämpfermarke Gabriel, die bislang zu Arvin-Meritor gehörte.

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Das Stoßdämpferwerk Gabriel in Frankreich gehört nun TRW.
Das Stoßdämpferwerk Gabriel in Frankreich gehört nun TRW.
( TRW )

Der amerikanische Autozulieferer TRW stärkt sein Aftermarketgeschäft mit der Stoßdämpfermarke Gabriel, die bislang zu Arvin-Meritor gehörte. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, auf dem Ersatzmarkt den kompletten Umfang des „Corner-Moduls“ anzubieten. Dieser Begriff aus der Automobilproduktion umfasst alle Komponenten eines Fahrwerks – Bremse, Lenkung, Aufhängung und Stoßdämpfer. TRW ist nach eigenen Angaben der einzige Anbieter im Markt, der diese Produkte aus einer Hand anbietet.

Seit Oktober 2007 haben TRW und Arvin-Meritor bereits Stoßdämpfer der Marken Gabriel und TRW im Rahmen eines Joint Ventures vertrieben. Im Januar 2009 hatte Arvin-Meritor angekündigt, sich von seinem Stoßdämpfer-Geschäft für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu trennen, um sich voll auf das Lkw-Geschäft zu konzentrieren. TRW will am Gabriel-Standort Bonneval (Frankreich) weiterhin Stoßdämpfer produzieren und im unabhängigen Ersatzteilmarkt vermarkten.

Für Andreas Schäfer, bei TRW Automotive Aftermarket zuständig für die Marketingleitung Handel, ist die Übernahme ein Zeichen dafür, das TRW sein Stoßdämpfergeschäft forcieren will. Das Unternehmen ordnet beide Marken im Premiumsegment des Stoßdämpfermarkts ein, will sich allerdings zuerst auf die in Deutschland bekanntere Marke TRW konzentrieren. Für Großhändler, die Gabriel-Dämpfer vertreiben wollen, soll es individuelle Lösungen geben. In den Mittelpunkt der Kommunikation will TRW seine Kompetenz hinsichtlich der Corner-Module stellen.

Genaue Zielgrößen, wie sich der Absatz in Deutschland entwickeln soll, hat Andreas Schäfer im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE« noch nicht genannt.

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