Fahrzeugzulassung TÜV Süd prüft in weiteren europäischen Ländern

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

In Luxemburg und Irland ab sofort, in Schweden und den Niederlanden demnächst: Der Prüfdienstleister expandiert und agiert auch im europäischen Ausland als Technischer Dienst der Kategorie C.

Ab sofort agiert TÜV Süd als Technischer Dienst der Kategorie C auch in Luxemburg und Irland.(Bild:  TÜV Süd)
Ab sofort agiert TÜV Süd als Technischer Dienst der Kategorie C auch in Luxemburg und Irland.
(Bild: TÜV Süd)

TÜV Süd baut seine Aktivitäten im Bereich der Fahrzeugzulassung aus. Wie das Unternehmen mitteilte, haben die Typgenehmigungsbehörden aus Luxemburg (SNCH) und Irland (NSAI) den Dienstleister als Technischen Dienst der Kategorie C benannt. Damit ist TÜV Süd berechtigt, Audits für den Markteintritt neuer Fahrzeugmarken und Komponenten in der Europäischen Union durchzuführen.

Die Befugnis umfasst die Überprüfung von Managementsystemen sowie der Sicherheitsarchitektur im Rahmen der sogenannten Anfangsbewertung (Initial Assessment). Diese Audits bilden die rechtliche Grundlage für die Typgenehmigung durch die Behörden SNCH und NSAI. Bei Bedarf führt der Dienstleister zudem ergänzende Tests in eigenen oder externen Laboren durch.

Zielgruppe dieser Dienstleistungen sind laut Prüfstelle insbesondere Fahrzeughersteller (OEM) und Zulieferer (Tier 1), die erstmals den europäischen Markt besetzen wollen. Thomas Gander, Leiter des Technischen Dienstes Kategorie C bei der TÜV Süd-Division Mobility, erklärte, dass die Notifizierung ein Bestandteil der laufenden Internationalisierungsstrategie sei. Das Angebot für die Fahrzeugzulassung werde damit über den deutschen Markt hinaus erweitert. Bereits im vergangenen Jahr erfolgte eine entsprechende Benennung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Die rechtliche Basis für diese Verfahren bilden laut TÜV Süd die EU-Verordnungen 2018/858, 167/2013 und 168/2013 zur Zulassung von Fahrzeugen und Bauteilen. Weitere Benennungen in Schweden und den Niederlanden sind in Vorbereitung, um die Präsenz als europäischer Dienstleister für neue Markteinsteiger – etwa aus China oder Indien – zu stärken. Gander verwies in diesem Zusammenhang auf die langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Behörden und Politik, um die regulatorischen Anforderungen in der EU umzusetzen.

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