TÜV Süd übernimmt Digital Vehicle Scan

Digitaler 360-Grad-Fahrzeugcheck

| Autor: Jakob Schreiner

Mit dem „Digital Vehicle Scan“ lässt sich der Fahrzeugzustand binnen kürzester Zeit erfassen.
Mit dem „Digital Vehicle Scan“ lässt sich der Fahrzeugzustand binnen kürzester Zeit erfassen. (Bild: DVS)

Der TÜV Süd hat die Mehrheit an der Digital Vehicle Scan GmbH & Co. KG übernommen. Wie die Prüforganisation am Montag mitteilte, hält sie nun 60 Prozent der Anteile am Unternehmen, das sich mit dem „Digital Vehicle Scan“ (DVS) auf die digitale Autobewertung spezialisiert hat. Mit dem Scansystem lässt sich der Fahrzeugzustand binnen kürzester Zeit standardisiert erfassen. Für den TÜV Süd sei die Akquisition ein wichtiger Baustein in der Digitalisierungsstrategie.

Der DVS erfasst während der Durchfahrt des Fahrzeugs durch eine Box mit bis zu 22 Kameras den Außenzustand der Karosserie und des Unterbodens sowie den Druck und die Profiltiefe der Reifen. Der Prozess soll nur etwa 30 Sekunden in Anspruch nehmen und eine gleichbleibende Qualität liefern. Nutzer sollen so stets über den Zustand der Fahrzeuge im Fuhrpark informiert sein und alle Kosten im Blick haben.

Die gesammelten Fahrzeugdaten können über verschiedene Schnittstellen gespeichert, dokumentiert oder Mitarbeitern in Echtzeit bereitgestellt werden. Ferner soll sich mit dem Scan auch der Remarketing-Prozess von Gebrauchtfahrzeugen oder die Fahrzeugausgaben und –rücknahmen deutlich beschleunigen lassen. Der DVS ist laut Firmenangaben für beinahe alle Fahrzeugarten geeignet – vom Pkw über den schweren Lkw bis zum Doppeldeckerbus.

Um Fahrzeuge noch schneller und effizienter bewerten zu können, entwickelt der TÜV Süd derzeit eine automatische Schadenerkennung mittels Künstlicher Intelligenz (KI). Diese soll Schäden am Fahrzeug erkennen und kategorisieren können und den Gutachter dabei unterstützen, diese Schäden besser beurteilen zu können.

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