Essen Motor Show Tuning-Freuden mit strengen Auflagen

Von Andreas Grimm

Als „Limited Edition“ ist die Essen Motor Show in diesem Jahr gestartet. Zumindest inhaltlich ist von einer Beschränkung nicht viel zu sehen – nur die Drifts in der Motorsport-Arena fehlen. Ansonsten glänzt das Chrom kräftig in den Messehallen.

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Ob der noch H-Kennzeichen-fähig ist? Der NSU steht gleich für zwei Schwerpunkte der Essen Motor Show: Tuning und Oldtimer.
Ob der noch H-Kennzeichen-fähig ist? Der NSU steht gleich für zwei Schwerpunkte der Essen Motor Show: Tuning und Oldtimer.
(Bild: Messe Essen)

Die Essen Motor Show ist in ihrer 53. Auflage mit deutlichen Beschränkungen an den Start gegangen. Seit dem 27. November und noch bis zum 5. Dezember zeigen nach Angaben der Veranstalter rund 400 Aussteller aus zehn Ländern ihre Angebote und Kompetenzen in den Bereichen Tuning, Sportwagen und Oldtimer. Im Vorjahr war die Messe trotz vieler Bemühungen um Hygienekonzepte am Ende abgesagt worden.

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Essen Motor Show (EMS) als „Limited Edition“ aufgelegt; unter anderem fehlen die Live-Fahrdemonstrationen in der Motorsport-Arena. Außerdem gilt gemäß den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen für den Eintritt die 3G-Regel; in der Gastronomie mit Sitzplätzen ist ein 2G-Nachweis nötig. Auf dem Gelände gilt die Maskenpflicht. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, gibt es Tickets ausschließlich online.

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Letztlich sind die üblichen Zutaten für eine EMS aber ausreichend vorhanden: Augenfällige Sportwagen, hochgezüchtete Fahrwerke und stylische Räder sind allesamt in den Hallen zu finden. Der ADAC Motorsport ist ebenso unter den Ausstellern wie Borbet, Continental, Genesis, Hyundai, H&R Spezialfedern oder Wheelpros Europe. Hinzu kommen Tuner wie Mareike Fox, JP Performance, Prior Design und Sidney Industries.

Erneut am Start ist die „TuningXperience“ in Halle 5. Etwa 100 private Besitzer präsentieren in der Sondershow ihre getunten Fahrzeuge. Die Bandbreite reicht von moderaten Alltagsfahrzeugen über brachiale Motorsport-Boliden bis zu reinen Showcars. Neben bekannten Modellen sind seltene Exemplare zu sehen wie Barkas B1000, Lada 2103, Polski Fiat 126p und VW Brasilia oder auch Fahrzeuge von Tesla. Camping-Fans könnte ein Audi A7 Competition entzücken – er ist mit aufgebautem Dach-Zelt ausgestellt.

Elektromobilität hält Einzug

Selbst die Zeitenwende im Autoantrieb macht sich in Essen bemerkbar mit nachhaltig angetriebenen Ausstellungsstücken. Der Mobilitätsdienstleister „Next eShare.one“ präsentiert in Halle 3 eine Auswahl aktueller Serienmodelle, die elektrisch, hybrid oder mit Wasserstoff angetrieben werden. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen unter anderem die Messepremiere eines Tesla Model Y und ein Ford Mustang Mach-E.

Ein Pflichttermin ist die Essen Motor Show auch für Klassik-Liebhaber: Im Classic & Prestige Salon in den Hallen 1 und 2 präsentieren Händler klassische Automobile zum Verkauf, darunter viele Sport- und Rennfahrzeuge. Im Mittelpunkt des ältesten Klassiker-Verkaufssalons Deutschlands stehen unter anderem die Jubiläen zu 100 Jahren AVUS und 60 Jahren Jaguar E-Type.

Im vergangenen Jahr musste die Tuningmesse auf behördliche Anordnung trotz aufwendiger Vorbereitungen letztlich abgesagt werden. Im Jahr zuvor, 2019, waren noch gut 360.000 Besucher in die Hallen gekommen, um etwa 500 Aussteller zu sehen.

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