Essen Motor Show Tuningmesse meistert Corona-Situation

Von Andreas Grimm

Hygiene-Auflagen und deutlich weniger Besucher – trotz schwieriger Rahmenbedingungen sind Veranstalter und Aussteller mit der Essen Motor Show 2021 zufrieden. Inhaltlich erwartete die Besucher (fast) das gewohnte Programm.

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Trotz Corona-Pandemie: Mit einem speziellen Hygienekonzept konnte die Essen Motor Show 2021 stattfinden. Der abgebildete NSU TT steht gleich für zwei Schwerpunkte der Messe: Tuning und Oldtimer.
Trotz Corona-Pandemie: Mit einem speziellen Hygienekonzept konnte die Essen Motor Show 2021 stattfinden. Der abgebildete NSU TT steht gleich für zwei Schwerpunkte der Messe: Tuning und Oldtimer.
(Bild: Messe Essen)

Die Essen Motor Show ist in ihrer „Limited Editon“ am Sonntag ohne pandemiebedingte Zwischenfälle zu Ende gegangen. Wie die Veranstalter mitteilten, kamen während der zehn Öffnungstage rund 100.000 Autofans in die Messehallen, um die Produkte und Präsentationsfahrzeuge der etwa 400 Aussteller zu begutachten.

Damit liegt die Besucherzahl weit hinter der letzten Messeauflage im Jahr 2019 zurück, als gut 360.000 Besucher in die Hallen gekommen waren, um etwa 500 Aussteller zu sehen. Damals herrschte allerdings auch keine pandemische Lage – und damit keine limitierenden Einschränkungen. „Wir sind wirklich zufrieden mit dem Messeverlauf“, betont Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. Alle Beteiligten seien verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen und hätten gezeigt, dass Messen gut steuerbare Handelsplätze seien.

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Auch die Aussteller werteten die Messe positiv: „Das Projektteam hat einen guten Job gemacht und Aussteller sowie Besucher mit Blick auf die Einhaltung der Hygieneregeln ebenso“, erklärte Harald Schmidtke, Geschäftsführer im Verband der Automobil Tuner. Die EMS 2021 habe gezeigt, dass eine Automesse trotz Pandemiebedingungen sicher durchgeführt werden könne.

Die Essen Motor Show war mit einem umfassenden Hygienekonzept an den Start gegangen. Dazu zählten ein reiner Online-Ticketverkauf, um Warteschlangen zu vermeiden, und eine Maskenpflicht in den Messehallen. Zusätzlich sollten getrennte Ein- und Ausgänge sowie kontaktlose Bezahlvorgänge für Sicherheit sorgen. Zahlreiche Lüftungsanlagen und geöffnete Türen sorgten für frische Luft in den Hallen.

Inhaltlich bekamen die Besucher weitgehend den Mix der vergangenen Jahre zu sehen – auffällig war vor allem das Fehlen der Motorsport-Arena. Doch an ausgestellten Fahrzeugen herrschte kein Mangel. Gleichzeitig spiegelten die Ausstellungsstücke den Wandel im Verbraucherverhalten wider. Beispielsweise hat die Tuning-Szene das Interesse an elektrisch angetrieben Fahrzeugen entdeckt. Startech präsentierte einen Tesla Model 3, der mit einer veganen Lederausstattung aufwartet.

Auch die Freunde klassischer Fahrzeuge kamen in Essen auf ihre Kosten. Im Mittelpunkt des Salons standen mehrere Jubiläen und Sonderschauen: Die vor 100 Jahren in Betrieb gegangene Berliner Avus, 60 Jahre Jaguar E-Type sowie mehrere Motorsport-Ikonen luden die Besucher zum Träumen ein. Zum schönsten Classic Car auf der Messe wurde ein Bizzarrini GT 5300 Strada im Wert von rund 1,5 Millionen Euro gekürt.

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