Überraschender Führungswechsel vor dem Partslife-Kongress

Von Norbert Rubbel

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Eigentlich sollte Partslife-Geschäftsführer Wolfgang Steube die Teilnehmer des siebten Partslife-Kongresses begrüßen. Doch daraus wurde nichts. Nach dreizehn Jahren musste Steube das Unternehmen verlassen.

Franco Jutrczenka (li.) und Daniel Grub übernahmen die Partslife-Geschäftsführung. (Bild:  Partslife)
Franco Jutrczenka (li.) und Daniel Grub übernahmen die Partslife-Geschäftsführung.
(Bild: Partslife)

Trotz der Sonne über Wiesbaden vergangene Woche gab es auch Schatten über dem diesjährigen Partslife-Kongress. Erst kurz vor der Veranstaltung erfuhren die Mitarbeiter und Kongressteilnehmer, dass Wolfgang Steube das Neu-Isenburger Entsorgungsunternehmen nicht mehr führt. „Sachliche und persönliche Differenzen in den letzten Monaten“ seien die Gründe für das Ausscheiden des Geschäftsführers, hieß es inoffiziell. Im gleichen Atemzug bestimmte der Gesellschafterausschuss der Partslife GmbH eine Doppelspitze: Franco Jutrczenka und Daniel Grub wurden mit sofortiger Wirkung zu den neuen Geschäftsführern ernannt.

Jutrczenka war bisher als Leiter Innendienst Controlling im Unternehmen tätig und Grub als Key-Account-Manager. Auch für sie kam der Austritt von Wolfgang Steube sichtbar überraschend.

Nichtsdestotrotz leitete die neue Doppelspitze die Kongressteilnehmer durch ein interessantes Event. Ein Highlight des ersten Tages war die Verleihung des Umweltpreises. Bereits seit sieben Jahren zeichnet der Abfallentsorger und Energieberater Unternehmen aus, die umweltorientiert handeln. Die fünf Preise erhielten:

  • die Hengst SE für ihr Filterkonzept „Blue.on“
  • die BIX Beschichtungen GmbH für das Reflexion-System „Chromoptik“
  • die GHT Mobility GmbH für ihr „Clever-Shuttle-Konzept“ mit E-, Hybrid- und Wasserstofffahrzeugen
  • die Matteco GmbH für die Herstellung von Gummimatten aus Altreifenmehl
  • die Robert Bosch GmbH für ihr Energiemanagement im Werk Homburg

Autofahrer wechseln zu den freien Werkstätten

Vorträge wie die E-Mobilität, der Datenmarktplatz Caruso und die Kundenrückgewinnungsstrategien der Automobilhersteller standen im Fokus des zweiten Kongresstages. Dass viele Halter von vier Jahre alten und älteren Fahrzeugen von den Vertragswerkstätten zu den markenunabhängigen Servicebetrieben abwandern, erläuterte Thomas Fischer, Vorstand des Vereins freier Ersatzteilmarkt (VREI).

Auch mit ihren Rückgewinnungsstrategien wie Garantieverlängerungen oder Wartungsverträgen zu Sonderkonditionen sowie mit Werkstattkonzepten wie dem Economy Service von VW könnten die Hersteller Kunden mit älteren Fahrzeugen nicht an ihre Werkstattpartner binden. Das Ergebnis: „Die Fahrzeughersteller haben gesagt, dann müssen unsere Ersatzteile an den Ort der Reparatur, zu den freien Werkstätten“, erklärte Fischer.

Heute belieferten große Vertragshändler mit ihren eigenen Außendienstorganisationen die unabhängigen Kfz-Betriebe bis zu zweimal täglich. Zudem sei nach Aussagen des VREI-Vorstands die Preisgestaltung bei den wettbewerbsumkämpften Ersatzteilen für die Inhaber von freien Werkstätten attraktiver geworden und die Abwicklung bei den Gewährleistungsfällen erheblich kulanter als vor einigen Jahren.

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