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Unterberger-Gruppe übernimmt BMW-Autohaus Kathan

Autor: Yvonne Simon

Der Bad Wiesseer Familienbetrieb Kathan schließt sich zum Jahreswechsel der Unterberger-Gruppe mit Sitz in Kufstein an. Für die Österreicher ist es bereits der sechste Standort in Deutschland.

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Gehört ab Januar 2020 zur Unterberger-Gruppe: Das BMW-Autohaus Kathan in Bad Wiessee.
Gehört ab Januar 2020 zur Unterberger-Gruppe: Das BMW-Autohaus Kathan in Bad Wiessee.
(Bild: Oliver Sold Fotografie/Autohaus Kathan)

Das Autohaus Kathan in Bad Wiessee wechselt Anfang kommenden Jahres den Besitzer. Der BMW-Partner am Tegernsee schließt sich zum 1. Januar 2020 der österreichischen Unterberger-Gruppe an, wie beide Unternehmen jetzt mitteilten.

Kathan habe sich für die „strategische Partnerschaft“ mit Unterberger entschieden, weil es in der umkämpften Automobilbranche immer wichtiger werde, Synergien zu nutzen, heißt es in der Mitteilung. Im Gespräch mit der Tegernseer Zeitung sagte Geschäftsführer Rainer Kathan, dass man den Mitarbeitern eine sichere Zukunft garantieren wolle. Das sei nur unter dem Dach einer größeren Gruppe möglich. Zudem habe BMW ein Interesse in diese Richtung bekundet.

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Der Pressemeldung zufolge bleiben die über 80 Kathan-Mitarbeiter nun alle an Bord. Rainer Kathan wird gemeinsam mit Marco Starke weiterhin für die Betriebsleitung verantwortlich sein. Kathans Frau und Tochter werden ihre Posten als Leiterin der Buchhaltung beziehungsweise Leiterin After Sales auch in Zukunft ausüben.

Auch sonst soll sich im Betrieb wenig ändern. Den Vertrieb und Service für BMW, Mini und Alpina sowie die Submarken BMW M und BMW i wird das Autohaus wie gehabt weiterführen. Der Familienbetrieb, der bereits seit 1960 in Bad Wiessee ansässig ist, verkaufte im vergangenen Jahr 642 Neuwagen und 692 Gebrauchte.

Synergie- und Kostenvorteile durch Expansion

Unterberger wächst durch die Übernahme auf 17 Standorte. Mit einer größeren Anzahl an Betrieben sehe man „viele Synergien und Kostenvorteile im Einkauf, in der immer anspruchsvolleren Verwaltung, in der Mitarbeiterschulung, in der IT-Vernetzung und im Know-how-Austausch“, heißt es in der Pressemitteilung.

Seit der Eröffnung des ersten Autohauses in Kufstein 1976 hat sich das Unternehmen zu einem der größten Automobilhändler in Südbayern und Westösterreich entwickelt. In Deutschland ist die Gruppe bislang in Freilassing, Lindau, Prien, Rosenheim und Wangen im Allgäu aktiv.

Grenzübergreifend kamen in den vergangenen 10 Jahren 8 Standorte zum Unternehmen hinzu. Unterberger verkauft die Marken BMW, Mini, Jaguar, Land Rover, Volvo, Hyundai, Mitsubishi, Mazda und Ferrari.

Aktuell arbeiten für das Unternehmen, das auch im Immobiliengeschäft tätig ist, 673 Mitarbeiter, davon 649 in der Automobilsparte. Der Umsatz im Bereich Automobile betrug 285 Millionen Euro bei einem Absatz von 4.160 Neuwagen und 4.064 Gebrauchtwagen.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel