Vestische Innung weiht Bildungszentrum ein

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Um erst gar keinen Fachkräftemangel aufkommen zu lassen, hat die Vestische Innung ein neues Bildungszentrum errichtet. Nun hat sie den Bau eingeweiht.

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Gemeinsam für die Ausbildung: Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbandes NRW, und Dietlinde Stüben-Endres, Obermeisterin der Vestischen Innung.
Gemeinsam für die Ausbildung: Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbandes NRW, und Dietlinde Stüben-Endres, Obermeisterin der Vestischen Innung.
(Foto: Zietz)

Mit dem neuen Bildungszentrum legt die Vestische Innung die Grundsteine für die Zukunft: Nach einer Bauzeit von rund neun Monaten hat die Innung, die die Bereiche Gelsenkirchen, Marl und Recklinghausen umfasst, ihr neues Schulungszentrum eingeweiht. Dies sei ein klares und sichtbares Zeichen für die Aus- und Weiterbildung im Kfz-Gewerbe, sagte Dietlinde Stüben-Endres, Obermeisterin der Vestischen Innung, bei der feierlichen Einweihung des Neubaus.

Die Obermeisterin warnte vor Lücken in den Teams der Kfz-Betriebe: Denn ab 2015 gehen mehr Spezialisten aus den Autohäusern in den Ruhestand, als junge Fachkräfte nachkommen. Entsprechend steigt der Wettbewerb um geeignete Nachwuchskräfte. Bereits jetzt engagieren sich zahlreiche Betriebe in der Ausbildung von Fachkräften. Mit rund 17 Prozent stellte das Kfz-Gewerbe beinahe jeden fünften Ausbildungsplatz im Handwerk. Insgesamt bilden die 254 Betriebe der Vestischen Innung derzeit rund 700 Jugendliche aus.

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Bislang sieht die Situation im Kfz-Gewerbe noch gut aus. Es gebe in der Branche nur wenige Probleme, geeignete Jugendliche für die Ausbildung zu gewinnen, sagte Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. In anderen Gewerken sei dies ganz anders. Paust lobte das Engagement der Innung: Bildungszentren seien heute notwendiger denn je. „Der neue Mechatroniker hat noch einmal gesteigerte Anforderungen an seine Ausbildung.“

Mit dem Standort Marl hat sich die Innung für die Mitte ihres Einzugsgebietes entschieden. Dafür waren verschiedene Gründe ausschlaggebend, unter anderem die Infrastruktur: Der neue Standort liege verkehrsgünstig und biete im Gegensatz zum alten Schulungszentrum ausreichend Parkraum, betonte Innungsgeschäftsführerin Friederike Tanzeglock. Zudem wies sie darauf hin, dass der Generalbauunternehmer sowohl die Termine als auch den Kostenrahmen eingehalten habe. Dies sei heute nicht mehr selbstverständlich.

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