Viele VW-Modelle werden ab 30. April teurer

Autor: Christoph Seyerlein

Volkswagen fordert von der Bundesregierung eine staatliche Kaufprämie, um den wegen der Corona-Pandemie am Boden liegenden deutschen Automarkt zu stimulieren. Gleichzeitig erhöht der Hersteller nun allerdings für viele Modelle die Preise – zum Unmut einiger Händler.

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(Bild: Volkswagen)

Volkswagen erhöht bei vielen Modellen in Deutschland zum 30. April die Preise. Wie der Hersteller »kfz-betrieb« auf Nachfrage mitteilte, steigt für zahlreiche Baureihen ab Donnerstag die unverbindliche Preisempfehlung um durchschnittlich zwei Prozent.

Die Wolfsburger begründeten die Maßnahme vor allem mit dem „üblichen Inflationsausgleich“. Den Handel habe man bereits in der zweiten Märzwoche informiert. Folgende Modelle werden teurer:

  • Up
  • T-Cross
  • Polo
  • T-Roc
  • Golf Variant
  • Golf Sportsvan
  • Touran
  • Tiguan
  • Tiguan Allspace
  • Passat
  • Passat Variant
  • Arteon
  • Sharan
  • Touareg

Ausgenommen von dieser Maßnahme sind VW zufolge folgende Fahrzeuge:

  • E-Up
  • E-Golf
  • Golf GTE
  • Passat GTE
  • Passat Variant GTE
  • Passat Conceptline
  • Passat Variant Conceptline
  • T-Roc Cabrio
  • Golf

Handel wenig begeistert

Die Preiserhöhung fällt unmittelbar in eine Phase, da Volkswagen aufgrund der Corona-Pandemie von der Bundesregierung fordert, den am Boden liegenden Automarkt mithilfe einer staatlichen Kaufprämie zu stimulieren. Aktuell werde der Konzern kaum Fahrzeuge los, hatte Vorstandschef Herbert Diess inmitten der Lockdown-Phase geklagt.

Einige Händler bewerten das vorgehen des Autobauers kritisch. „Ich kann nicht verstehen, dass Volkswagen in dieser Situation auch noch die Preise erhöht. Hauptsache deren Taschen sind voll“, sagte ein Partner. Kunden werde das jedenfalls nicht zum Autokauf animieren.

Ein anderer pflichtete ihm bei: „Wie erklärt sich die geplante VW-Preiserhöhung, wenn man gleichzeitig von der Politik „kraftvolle Maßnahmen“ fordert?“ Ein weiterer Händler bemängelte, dass es schon bei den aktuellen „Mondpreisen“ von VW schwer genug sei, die Ware ohne große Rabatte an Kunden zu verkaufen.

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 Christoph Seyerlein

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«