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Vive-la-Car schnürt Aboangebot für Autohäuser

Autor: Julia Mauritz

Das Stuttgarter Unternehmen sieht in der Corona-Krise eine große Chance für Händler, die ihre Autos im digitalen Abo anbieten. Neue Partner lockt es mit einem zeitlich befristeten Angebot.

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Die Kunden können die Fahrzeuge per Smartphone abonnieren.
Die Kunden können die Fahrzeuge per Smartphone abonnieren.
(Bild: Vive-la-Car)

Mathias Albert, Gründer des Abo-Anbieters Vive-la-Car und Mitgründer Stephan Lützenkirchen sind sich sicher: Corona wird dem Thema Auto-Abo zu weiterem Schwung verhelfen. Die Kunden seien in Krisenzeiten verunsichert, zugleich werde in den kommenden Wochen und Monaten der Druck auf den Handel massiv steigen, seine Bestände abzubauen. Schon heute stünden mehr als eine Million Fahrzeuge auf den Händlerhöfen, Tendenz stark steigend.

Die Plattform Vive-la-Car ermögliche es markengebundenen Autohäusern, ihre Neufahrzeuge, Tageszulassungen und Gebrauchtwagen – vor allem jene, die schon länger auf dem Hof stehen – über ein rein digitales All-Inclusive-Abomodell in Eigenregie zu vermarkten, unterstreicht Mathias Albert. Er bezeichnet das Abomodell als zusätzlichen, aus Ertragssicht attraktiven Absatzkanal.

Bis Ende 2020 sollen 500 Händler die Plattform nutzen

Markenautohäusern, die sich bis zum 24. April entscheiden, Vive-la-Car-Partner zu werden und die bis zum 5. Mai mindestens zehn Fahrzeuge auf der Aboplattform aufschalten, stellt das Stuttgarter Unternehmen im Rahmen eines Aktionsangebots einen Preisvorteil von 4.159 Euro in Aussicht. So entfällt die Jahresgebühr in Höhe von 369 Euro. Vive-La-Car stellt den Autohäusern außerdem kostenlos ein PR-Kit für die regionale Pressearbeit und ein Online-Kit für eine bessere digitale Auffindbarkeit zur Verfügung.

Für die ersten zehn Abos zahlt das Unternehmen zudem die doppelte Auslieferungspauschale in Höhe von 2.790 Euro brutto aus. Mit dem Angebot reagiert Vive-la-Car auf ein Corona-bedingtes Problem: Da die Verkaufsmannschaften vieler Autohäuser vielfach in Kurzarbeit geschickt wurden, ist das Fahrzeugangebot auf der Plattform um einige hundert Einheiten geschrumpft.

Aktuell sind Stephan Lützenkirchen zufolge knapp 200 Händler mit 400 Standorten an Vive-la-Car angeschlossen. Bis Ende 2020 ist geplant, 500 Händler auf die Plattform aufzuschalten, um den Kunden ein flächendeckendes Angebot zu ermöglichen. Für den deutschen Markt sieht Mathias Albert mittelfristig ein Potenzial von rund 1,2 Millionen Abonnements.

Die Besonderheit des Abokonzepts von Vive-la-Car ist, dass das Stuttgarter Unternehmen als reiner Dienstleister für die Händler auftritt. Es übernimmt die komplette Abwicklung der Auto-Abos für seine Partnerhändler – bis hin zur Kundenbetreuung über eine eigene Hotline.

Ein Großteil des Prozesses ist dabei automatisiert: So berechnet der Anbieter automatisch die monatliche Aborate, die Fahrzeugdaten werden über Schnittstellen ins Vive-la-Car-System importiert und auch wieder exportiert. Zudem übermitteln Dongles, die in die Fahrzeuge eingebaut sind, die tatsächlich gefahrenen Kilometer zur monatlichen Abrechnung.

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Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Stv. Ressortleiterin