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Volkswagen Financial startet Auto-Abo für Privatkunden – vorerst ohne den Handel

| Autor: Christoph Seyerlein

Auch Volkswagens Finanzsparte setzt künftig auf Auto-Abos. Privatkunden bietet das Unternehmen eine große Bandbreite an Fahrzeugen aus dem Konzern. Der Handel ist vorerst zumindest nicht direkt daran beteiligt.

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Beim Abo von Volkswagen Financial Services sind sieben verschiedene Fahrzeugklassen buchbar.
Beim Abo von Volkswagen Financial Services sind sieben verschiedene Fahrzeugklassen buchbar.
(Bild: VWFS)

Volkswagen Financial Services (VWFS) bietet ab sofort über die Website www.vwfs.de/autoabo ein Subscription-Modell für Privatkunden an. Wie das Unternehmen am Montag bekanntgab, können Interessenten dort zwischen Fahrzeugen aus sieben verschiedenen Klassen wählen und für mindestens drei Monate buchen. Der Service ist monatlich kündbar.

Kosten für die Zulassung, die Haupt- und Abgasuntersuchung, Wartungen, Inspektionen und Verschleißreparaturen sowie der Reifenersatz, Versicherungen und Steuern sind abotypisch in der monatlichen Mobilitätsrate abgedeckt.

Bei den angebotenen Fahrzeugen vom Kleinstwagen bis zum Kleinbus handelt es sich um Autos aus dem Volkswagen-Konzern. Das günstigste Angebot beginnt laut der Website bei einem Preis von 399 Euro monatlich für einen VW Up, Seat Mii oder vergleichbar. Inkludiert sind dabei 800 Kilometer. Der Fahrer muss mindestens 19 Jahre alt sein und wenigstens ein Jahr seinen Führerschein besitzen. Die Autos sollen binnen zwei Wochen verfügbar sein. Wollen Kunden im Anschluss an die drei Monate vom Up auf ein größeres Modell wechseln, wird die Monatsrate automatisch angepasst.

Die eingesetzten Autos sind laut VWFS maximal sechs Jahre alt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Leasing- und Vermietrückläufer, wie ein VWFS-Sprecher im Gespräch mit »kfz-betrieb« erklärte. Das Alter des jeweiligen Fahrzeugs soll für den Preis zunächst keine Rolle spielen. Kunden, die ein neuwertiges Fahrzeug mit einem Maximalalter von 18 Monaten bevorzugen, können dies optional dazu buchen. Gegen Aufpreis kann der Kunde beispielsweise auch seine gewünschte Getriebe- und Kraftstoffart wählen.

2021 folgen Gespräche mit dem Handel

Händler der Volkswagen-Marken in Deutschland partizipieren an dem Abo-Angebot der Finanzsparte zunächst einmal nicht. Der Sprecher erklärte, Volkswagen Financial wolle nun erst einmal seine eigenen Erfahrungen mit dem neuen Kanal sammeln. Danach werde man bewerten, ob man Anpassungen beispielsweise beim Pricing vornehmen müsse. Für 2021 ist aber auch angedacht, sich mit dem Handel zusammenzusetzen und eine mögliche Beteiligung der Partner am Abo-Modell zu diskutieren. „Man sollte aber auch nicht vergessen, dass der Handel schon jetzt dank des Aftersales-Geschäfts etwas von dem Angebot hat“, so der Sprecher.

Der Launch von Volkswagens Finanzsparte ist nicht der erste des Wolfsburger Konzerns in Sachen Auto-Abo. Kürzlich hatte bereits die VW-Tochter Weshare in Berlin ein derartiges Angebot mit 50 E-Golfs an den Start gebracht.

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