Management-Buy-Out Vom CFO zum Unternehmer

Von Julia Mauritz

Die ICAB-Gruppe gehört zu den 100 größten Autohäusern in Deutschland. Als der Ford-, Mazda- und Suzuki-Händler zum Verkauf stand, schlug der damalige Finanzchef zu – und hatte dabei zahlreiche Hürden zu meistern.

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Auto Park Rath vertreibt die Marken Suzuki, Mazda und Ford.
Auto Park Rath vertreibt die Marken Suzuki, Mazda und Ford.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Der Wunsch, Unternehmer zu sein, schlummerte schon länger in Thomas Tewes – damals noch angestellter Finanzchef bei der Düsseldorfer Mazda-, Ford- und Suzuki-Autohausgruppe ICAB: „Ich entwickele gerne im Team neue Strategien, ich bin entscheidungsfreudig und war schon immer ein wenig getrieben“, schmunzelt er.

Vor rund zwei Jahren kristallisierte sich heraus, dass sein Arbeitgeber – der japanische Mischkonzern Itochu – erwog, sich aus strategischen Gründen aus dem deutschen Autohandelsgeschäft zurückzuziehen. Da wurde der Chief Financial Officer (CFO) hellhörig. Dank seiner 15-jährigen Betriebszugehörigkeit und seinem tiefen Einblick in die Finanzen der Handelsgruppe wusste er um das Potenzial des Unternehmens, aber gleichzeitig auch um die Herausforderung, die auf einen potenziellen Käufer zukommen würde: „Auch wenn das Unternehmen in den vergangenen 15 Jahren nur einmal rote Zahlen geschrieben hat, ist es nie gelungen, die ICAB zu einem High Performer zu entwickeln“, schildert Tewes.