E-Auto-Zulassungen VW bleibt Spitzenreiter, BMW schiebt sich nach vorn

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der BEV-Anteil an den Neuzulassungen ist weiter gestiegen. Platzhirsch ist auch in diesem Segment der Gesamtmarktführer VW, dahinter wird heftig um Marktanteile gerungen. Natürlich sind insbesondere die chinesischen Fabrikate am Start, aber nicht alle holen auf.

VW ist mit seinen E-Modellen auf Kurs im Neuwagengeschäft.(Bild:  Volkswagen)
VW ist mit seinen E-Modellen auf Kurs im Neuwagengeschäft.
(Bild: Volkswagen)

BMW hat sich den zweiten Platz bei den Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland zurückgeholt. Im zweiten Quartal lag nur Platzhirsch Volkswagen vor den Münchnern, wie sich aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) errechnen lässt. Tesla, Skoda und Audi verloren dagegen im Ranking. Skoda hatte bislang aber auch nur zwei E-Modelle am Start. Mit dem Elroq stellen die Tschechen allerdings das meistverkaufte E-Auto des ersten Halbjahres 2026, wie aus einer Mitteilung des Importeurs hervorgeht.

Klare Nummer eins bei den BEV-Verkäufen war im zweiten Quartal Volkswagen mit 25.600 Neuzulassungen. Dahinter folgen BMW mit gut 19.000 und Skoda mit 18.700 vor Tesla mit 16.000, Mercedes mit 15.700 und Audi mit 12.400. Noch im ersten Quartal hatte das Ranking anders ausgesehen: Damals folgten auf VW die Marken Skoda, Tesla und Audi, BMW schaffte es nur auf den fünften Rang vor Mercedes auf Platz 6. 

Tesla profitiert von Preissenkungen

Auch wenn Tesla aktuell keinen Treppchenplatz mehr einnimmt, schneidet die Marke von Elon Musk dennoch sehr viel besser als vor einem Jahr. Damals hatte sie auch wegen des politischen Engagements von Musk deutlich an Absatz eingebüßt. Nun hat Tesla im ersten Halbjahr schon etwa eineinhalbmal so viele Autos in Deutschland verkauft wie im Gesamtjahr 2025. Der Tesla-Marktanteil liegt inzwischen wieder bei rund 2 Prozent.

Marktbeobachter Ferdinand Dudenhöffer führt das auch auf starke Preissenkungen zurück. Um den Jahreswechsel herum seien Teslas Model 3 und Model Y um mehrere tausend Euro billiger geworden, sagt er. „Das sind technisch relativ alte Autos, aber mit den Preisen sind sie wettbewerbsfähig – das sieht man auch in den Zulassungszahlen.“ Preise könnten auch BMW geholfen haben. Bei den Münchnern sieht Dudenhöffer derzeit hohe Rabatte. BMWs Neue Klasse zumindest dürfte noch keine Rolle gespielt haben, ihre Auslieferungen sind noch nicht auf breiter Front angelaufen. 

Nicht alle chinesischen Hersteller holen auf

Chinesische Hersteller spielen eine noch kleine, aber wachsende Rolle auf dem deutschen Auto- und speziell dem Elektroautomarkt. BYD kommt im zweiten Quartal auf gut 6.000 Elektroauto-Neuzulassungen, Leapmotor auf fast 5.000 und MG und Xpeng auf mehr als 2.000 Einheiten. 

Zusammen kommen sie damit in eine ähnliche Dimension wie Mercedes und weisen durch die Bank hohe Wachstumsraten auf. Zumindest im zweiten Quartal musste BYD allerdings einen kleinen Rückschlag einstecken: Die Marke fiel nach Platz 12 im ersten Quartal auf Rang 13. Leapmotor sprang dagegen von 18 auf 15.

Elektromobilität erreicht breitere Gruppen

Die Elektromobilität erreiche „zunehmend breitere Käufergruppen“, sagt Branchenexperte Stefan Bratzel. „Durch die hohe Wettbewerbsintensität werden die Marktanteile zwischen den Automobilherstellern in Deutschland neu verteilt“, erwartet er.

„Chinesische Automobilhersteller werden versuchen, mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis weitere Marktanteile zu gewinnen. Wer hier nicht gegenhalten kann, wird mittelfristig zu den Verlierern zählen und könnte langfristig aus dem Markt ausscheiden.“

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