VW erklärt China zum „zweiten Heimatmarkt“

Autobauer mit neuem Rekordabsatz zum Jahresstart

| Autor: Christoph Seyerlein

VW hat im Januar 533.500 Neuwagen verkauft.
VW hat im Januar 533.500 Neuwagen verkauft. (Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

VW Pkw hat zum Jahresstart einen neuen Auslieferungsrekord hingelegt. Mit 533.500 Neuwagen lieferte die Kernmarke des Volkswagenkonzerns nach eigenen Angaben mehr Autos aus als je zuvor in einem Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs das Fabrikat um 7,1 Prozent.

Gut gefallen dürften den Verantwortlichen in Wolfsburg vor allem die Zahlen in Deutschland. Nachdem VW Pkw im vergangenen Jahr aufgrund der Diesel-Affäre Probleme in der Heimat hatte, konnte das Fabrikat zum Jahresstart mit 43.300 Auslieferungen im Vergleich zum Januar 2017 klar zulegen (+12,3 %). Der Hersteller führt den Aufschwung unter anderem auf den Anklang der Umstiegsprämie für „alte“ Diesel zurück Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann freute sich, dass die Marke „an die positive Entwicklung aus dem letzten Quartal nahtlos anknüpfen“ konnte.

Aber auch Stackmann weiß, dass bei VW längst hauptsächlich der chinesische Markt darüber entscheidet, ob eine Bilanz positiv oder negativ ausfällt. Im Januar verkaufte die Marke knapp 56 Prozent ihrer Autos im Reich der Mitte. Mit 296.900 Einheiten legte VW Pkw dort im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,7 Prozent zu. Stackmann bezeichnete das als einen „beeindruckenden Schnellstart in unserem zweiten Heimatmarkt China“.

Mit deutlichem Abstand hinter China ist Europa VWs zweitwichtigste Region. Dort verkaufte der Hersteller mit 135.300 Einheiten knapp fünf Prozent mehr Autos als zum Jahresstart 2017. Gerade in Russland, lange Zeit ein äußerst schwieriger Markt, ging es mit eine Plus von 22 Prozent klar bergauf, allerdings bei einem überschaubaren Volumen (5.600 Einheiten). In den USA steigerte sich VW um 5,2 Prozent auf 24.700 Einheiten. In Südamerika wuchs VW mit 37.700 ausgelieferten Neuwagen um 16,1 Prozent, gerade der brasilianische Markt entwickelte sich stark (+43,2 %).

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