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VW: „ID 3 ist der Auftakt für die Elektro-Aufholjagd zu Tesla“

| Autor: Christoph Seyerlein

Seit dem heutigen Montag ist der VW ID 3 im freien Verkauf erhältlich. Passend dazu unterstrich Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess einmal mehr die Bedeutung des Autos. Das Ziel sind perspektivisch Millionen von Elektro-Kunden – und damit die Eroberung der E-Vorherrschaft von Tesla.

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(Bild: Volkswagen)

Am heutigen Montag startet bei VW der freie Verkauf des ID 3. Passend zu diesem Anlass hat Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess einmal mehr die Bedeutung des Modells für den Autobauer unterstrichen. In einem Beitrag beim Karrierenetzwerk Linkedin schrieb der Manager: „Auf diesen Moment habe ich persönlich, aber auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Volkswagen hingefiebert: Die Zukunft beginnt jetzt. Die E-Mobilität kommt im Mainstream an, sie wird endlich bezahlbar. Der ID 3 wird Millionen von Menschen den Schritt in die nachhaltige Mobilität ebnen.“

Volkswagen werde immer wieder vorgeworfen, den Trend zur Elektrifizierung verschlafen zu haben. „Die Realität: Vor vier Jahren haben wir bei Volkswagen damit angefangen, unsere eigene Elektroplattform zu entwickeln. Heute sind wir neben Tesla der einzige Autobauer auf der Welt mit einer eigenständigen Plattform“, so Diess mit Blick auf den Modularen Elektrifizierungs Baukasten (MEB), der mit dem ID 3 Premiere feiern wird. Generell ist Tesla der Maßstab für den Volkswagen-Chef in Sachen Elektro. Diess erklärte: „Der ID 3 ist der Auftakt für die Elektro-Aufholjagd zu Tesla. Unsere anderen Konzernmarken werden in das Rennen einsteigen.“

Bis 2022 will der Konzern insgesamt 27 Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda auf MEB-Basis produzieren. „Bis 2029 wollen wir 20 Millionen E-Autos verkaufen, die auf dem MEB basieren“, schrieb Diess. Zudem bietet Volkswagen die Plattform auch anderen an: Mit Ford hat sich beispielsweise bereits ein Autobauer als Kunde gefunden. Diess dazu: „Ich bin überzeugt: Der MEB eignet sich für einen Industriestandard.“

„Zahl der E-Auto-Zulassungen muss massiv steigen“

Die batteriebetriebene Elektromobilität sei alternativlos, betonte Diess. Deswegen investiere Volkswagen bis 2024 rund 33 Milliarden Euro in jenes Feld. „Ohne einen schnellen Wechsel zur Elektromobilität haben wir keine Chance, die Flottenziele zu erreichen und gegen den Klimawandel anzukämpfen. Um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens erfüllen zu können, muss die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos massiv ansteigen“, so der 61-Jährige weiter.

Im ersten Halbjahr hat VW Pkw laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Deutschland insgesamt 11.177 reinelektrische Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil von ziemlich genau fünf Prozent an allen VW-Pkw-Neuzulassungen. Vom reinen Volumen lag VW damit hierzulande bereits ohne ID 3 im Elektro-Bereich klar vor Tesla. Die Kalifornier kamen im ersten Halbjahr auf 5.103 Neuzulassungen. Weltweit gelten Elon Musk und Co. im E-Umfeld aber als führend. Dazu trägt nicht nur Teslas Batterietechnik, sondern auch die Kompetenz in Sachen Software bei. Letztere bereitete beispielsweise beim ID 3 auf dem Weg zur Marktreife immer wieder Probleme. Zum Start wird das Auto auch noch nicht mit vollem Funktionsumfang auf die Straße kommen.

Diese Tarife gibt es bei „We Charge“. Zum Vergrößern bitte anklicken.
Diese Tarife gibt es bei „We Charge“. Zum Vergrößern bitte anklicken.
(Bild: Volkswagen)

Mit dem ID 3 wird Volkswagen auch seinen eigenen Ladedienst für E-Auto-Kunden einführen. „We Charge“ garantiert dem Hersteller zufolge den Zugang zu mehr als 150.000 öffentlichen Ladepunkten in ganz Europa mit nur einer Ladekarte. Die Wolfsburger stellen Kunden drei Tarife zur Auswahl (siehe Schaubild).

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