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VW-Servicepartner fordern Schadenersatz nach IT-Ausfällen

| Autor: Christoph Seyerlein

Wiederkehrende Probleme mit den IT-Systemen „Cross“ und „Elsa Pro“ sorgen im Servicenetz von VW und Audi für Ärger. Der Partnerverband der Marken hat bereits Schadenersatzansprüche angemeldet.

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(Foto: Wehner)

Die Servicepartner von VW und Audi beklagen sich beim Hersteller über Ausfälle der IT-Systeme „Cross“ und „Elsa Pro“. Im Rahmen der zweiten Servicepartnerkonferenz des Volkswagen- und Audi-Partnerverbands (VAPV) am vergangenen Mittwoch in Kassel forderte Verbandschef Dirk Weddigen von Knapp vor rund 450 Teilnehmern „eine zügige und umfassende Lösung der Probleme, damit die Betriebe arbeitsfähig sind“. Aufgrund der wiederkehrenden Systemausfälle habe der Verband bereits Schadenersatzforderungen angemeldet, so Weddigen von Knapp weiter.

Jan Bures, Vertriebsleiter Service Deutschland von Volkswagen, entschuldigte sich laut einer Mitteilung bei den Anwesenden für den Ärger durch die IT-Probleme. Er äußerte sich zuversichtlich, dass der Hersteller die Schwierigkeiten zeitnah beheben werde.

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Ebenfalls zur Sprache kam im Rahmen der Tagung die veränderte Vertriebsrichtlinie After Sales Volkswagen Pkw. Darüber informierten Rudolf Rübner, Sprecher der Servicepartnervertreter, und seine Kollegen Harald Herbst und Michael Krammer. Auch über den Umsetzungsstand der Arbeitsplätze für Fahrerassistenzsysteme innerhalb der Organisation und das Konzept Service Plus berichtete das Trio. Zudem erläuterten sie die Kundenkarte „4+“ dem Verband zufolge „nicht ohne Kritik“.

VAPV-Vorstand Kai Wicke schilderte im Anschluss den aktuellen Stand bei der Abarbeitung der Diesel-Rückrufe. Darüber hinaus nannte er den Anwesenden die Voraussetzungen und Bedingungen der neuen Volkswagen-Marke „Economy Service“. VW-Mann Bures skizzierte die strategischen Service-Ziele des Herstellers sowie aktuelle Arbeitsthemen. Zudem lobte er die Betriebe für das gute Abschneiden bei den Werkstatttests 2016. Gut 91 Prozent aller VW- und Audi-Werkstätten hatten diese im vergangenen Jahr bestanden.

Kundenzufriedenheitsbefragung neu ausgerichtet

Zudem kündigte VW an, die schon länger umstrittene Kundenzufriedenheitsbefragung neu auszurichten. Dabei sollen neue Befragungskanäle wie „Online/SMS“ neben Telefon sowie ein deutlich verkürzter Fragebogen mit „5-Sterne-Bewertungssystem“ zum Einsatz kommen.Bei den Servicepartnern kam das dem Verband zufolge gut an. Den Abschluss der Tagung bildeten verschiedene Fachvorträge zu Angeboten des VAPV, Kooperationsformen im Automobilgeschäft und IT-Sicherheit im Autohaus.

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