VW-Servicepartner Riedel muss schließen

Zahlreiche Auflagen durch Hersteller und Stadt

| Autor: Yvonne Simon

Ende Januar endet der Geschäftsbetrieb im Münchner Autohaus Riedel (nicht im Bild).
Ende Januar endet der Geschäftsbetrieb im Münchner Autohaus Riedel (nicht im Bild). (Foto: Wehner)

Der Münchner Volkswagen-Servicepartner Riedel muss seinen Betrieb einstellen. Zum 31. Januar 2019 werden die Türen des Autohauses endgültig schließen, bestätigte Geschäftsführer Wolfgang Riedel gegenüber »kfz-betrieb«.

Riedel verfügt über Serviceverträge der Marken VW, Audi, Seat und VW-Nutzfahrzeuge, sein Betrieb existiert bereits seit 62 Jahren. Als Gründe für die Schließung beschreibt der Geschäftsführer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. CI-Vorgaben der Hersteller hätten ihn dazu gezwungen, neu zu bauen. Weil das Autohaus aber in einem Mischgebiet liege, habe die Stadt München verlangt, dass Riedel in den Neubau Wohnungen einplant.

Das wiederum hätte unter anderem das Einrichten von Parkplätzen für die Bewohner und das Einhalten verstärkter Lärm- und Brandschutzrichtlinien erfordert. Alles in allem hätte das Unternehmen 15 Millionen Euro investieren müssen. „So viel Geld kann man in der aktuellen Situation nicht mehr verdienen“, sagt Riedel. Zu guter Letzt kam noch hinzu, dass die VW-Herstellerbank keine Wohnungen finanzieren wollte und sich aus der Investition zurückgezogen habe.

Das Autohaus Riedel erwirtschaftet pro Jahr einen Umsatz zwischen 12 und 13 Millionen Euro und verkauft rund 350 Gebrauchtwagen. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 100 Mitarbeiter, darunter 30 Auszubildende. 13 Azubis hatten erst im September 2018 ihre Ausbildung begonnen – für sie alle sei aber bereits eine neue Stelle gefunden. Das Gelände an der Wolfratshauser Straße bleibt nach der Schließung in Riedels Besitz. Wie es in Zukunft genutzt wird, ist noch nicht beschlossen.

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