Automobilindustrie VW startet Notfallplan wegen US-Zöllen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In den Chefetagen der Automobilhersteller und Zulieferer herrscht Entsetzen über die US-Wirtschaftspolitik. VW hat nun reagiert und versucht die Folgen neuer Zölle auf die Lieferketten in Nordamerika zu begrenzen.

Im Land der Freiheit kommt es zu immer mehr Einschränkungen des freien Warenverkehrs. Die Automobilindustrie ist besorgt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Land der Freiheit kommt es zu immer mehr Einschränkungen des freien Warenverkehrs. Die Automobilindustrie ist besorgt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die US-amerikanische Zollpolitik schlägt in der europäischen Automobilbranche hohe Wellen – und sorgt für Verunsicherung in den Chefetagen und bei Anlegern. US-Präsident Donald Trump beharrt auf den angekündigten Zöllen für Waren aus Mexiko, Kanada und China. Fast alle Hersteller und auch viele Zulieferer nutzen Mexiko als billigen Produktionsstandort – und bedienen von dort aus auch den US-Markt. Die Aktienkurse vieler Unternehmen gaben zuletzt deutlich nach.

Volkswagen prüft wegen der US-Zölle gegen Mexiko Anpassungen bereits Anpassungen im US-Geschäft. „Als Reaktion auf die neuen Zölle aktivieren wir einen umfassenden Notfallplan, um unsere Geschäfte, Lieferketten, Händler und Verbraucher zu schützen“, teilte Volkswagen of America in Reston im US-Bundesstaat Virginia mit.

Der Konzern ergreife Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung in den USA, „während wir die notwendigen Anpassungen der Produktion und der Importe prüfen“. Ziel sei es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

VW ist mehrfach betroffen

VW betreibt dort in Puebla, Mexiko, ein großes Werk, das auch Modelle für den US-Markt produziert. Weitere US-Modelle fertigt VW direkt in den USA in seinem Werk in Chattanooga, bezieht aber auch dort Komponenten aus Mexiko, die nun ebenfalls mit Zöllen belegt werden.

Zugleich appellierte VW an Trump, die Maßnahmen wieder zurückzunehmen. „Wir fordern die US-Regierung nachdrücklich auf, ihre Entscheidung zur Einführung von Zöllen zu überdenken, die sich bereits auf amerikanische Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Familien im ganzen Land auswirkt.“ Die Zölle hätten „verheerende Auswirkungen auf die Automobilindustrie“ und schadeten amerikanischen Händlern ebenso wie den Kunden dort.

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