VW: „Verträge schreiben auch in Zukunft nur die Händler“

Stackmann distanziert sich vom Direktvertrieb

| Autor: Christoph Seyerlein

VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann während der VW-Nacht vor dem Genfer Salon: „Das Geschäft mit Volkswagen wird sich für unsere Partner auch in Zukunft lohnen.“
VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann während der VW-Nacht vor dem Genfer Salon: „Das Geschäft mit Volkswagen wird sich für unsere Partner auch in Zukunft lohnen.“ (Bild: Volkswagen)

Wie stark wird VW als Hersteller selbst in den Autohandel in Deutschland eingreifen, wenn die neuen Händlerverträge im April des kommenden Jahres in Kraft treten? Diese Frage treibt viele Markenpartner aktuell um – nicht zuletzt, da sich die Wolfsburger selbst in der jüngeren Vergangenheit nicht eindeutig von Direktgeschäften distanziert haben. Beim Volkswagen-Konzernvorabend zum Genfer Automobilsalon bekannte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann im Gespräch mit kfz-betrieb nun klare Kante: „Es wird keinen Direktvertrieb geben. Verträge schreiben bei uns auch in Zukunft nur die Händler“, sagte der Manager.

Stackmann betonte allerdings auch, dass sich in der Customer Journey durchaus viel verschieben könne. Volkswagen lotet aktuell die Möglichkeiten aus, mit Kunden direkter in Kontakt zu treten. Gemeinsam mit externen Partnern wie Microsoft arbeitet der Hersteller an einem Ökosystem, über das die eigene Kundschaft in Zukunft gezielter bespielt werden soll. Die Händler werden aber definitiv Teil jenes Vorhabens sein, versicherte Stackmann. Derzeit überlege man beispielsweise noch, zu welchem Zeitpunkt des Kundenkontakts es am sinnvollsten sei, einen VW-Partner ins Spiel zu holen. Das deutet darauf hin, dass sich die Wolfsburger wesentlich intensiver in den Autoverkauf einmischen werden, als das bislang der Fall ist.

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