Neue Automarken und kein Ende: Immer mehr Fabrikate – vor allem aus China – drängen auf den deutschen Markt und suchen die Zusammenarbeit mit dem Handel. Der Automotive Business Day von »kfz-betrieb« am 9. Juni in Würzburg liefert dazu Experteneinschätzungen und Erfahrungsberichte.
Neue Marken sind ein wichtiger Themenschwerpunkt auf dem Automotive Business Day am 9. Juni 2026 in Würzburg.
(Bild: Wehner - VCG)
Die Marktanteile chinesischer Autohersteller in Deutschland und Europa wachsen. Die Zahl der Fabrikate, die sich auf den Markt wagen, steigt. Für Autohändler bieten sich durch die Zusammenarbeit mit neuen Marktteilnehmern Chancen. Aber es gibt auch Risiken.
Beatrix C. Keim, Director beim Center Automotive Research, beleuchtet auf dem Automotive Business Day, was die verschiedenen chinesischen Hersteller ausmacht, welche strukturellen und kulturellen Unterschiede es gibt, und worauf sich Autohändler bei der Zusammenarbeit mit Autofabrikaten aus China einstellen müssen.
Was sagt der Autotester?
Die Hersteller aus der Volksrepublik haben global gesehen einen enorm schnellen Aufstieg hingelegt und definieren auf einigen Gebieten, beispielsweise der Batterietechnik, bereits den Stand der Technik. Andererseits zeigen die hier angebotenen Fahrzeuge aktuell noch nicht das Potenzial, die etablierten Hersteller in Kürze abhängen zu können.
Wie gut sind chinesische Autos wirklich? Und was ist in naher Zukunft von ihnen zu erwarten? Das kann wohl niemand so gut beurteilen wie Deutschlands bekanntester Autotester Alexander Bloch. Von A wie Avatr bis Z wie Zeekr: Alexander Bloch kennt sie alle und gibt Auskunft, was sie gut können – und was nicht.
Wie stellt man sich als neues Fabrikat im Aftersales auf?
Vor allem das Aftersales-Geschäft ist eine Herausforderung für neue Marken. Die Flotte ist klein, bei den Prozessen gibt es noch Anpassungsbedarf. Dennoch erwarten die Kunden im Fall der Fälle, dass ihnen die Werkstatt schnell und unkompliziert hilft – wie sie es von den etablierten Marken gewohnt sind.
Wie BYD das gewährleisten will – und wie der Hersteller die Ersatzteilversorgung, das Training der Mitarbeiter und den technischen Support organisiert, erläutert Daglef Seeck, Aftersales Director Germany bei BYD.
Wie geht der Handel mit neuen Marken um?
Die norddeutsche Autohandelsgruppe Süverkrüp hat ihr Markenportfolio jüngst um die Marken Maxus, MG und Xpeng erweitert. Die Integration ins bestehende Geschäft ist gerade bei jungen Marken eine besondere Herausforderung. Dafür traf Süverkrüp im Hintergrund einige Vorbereitungen und justiert auch jetzt noch regelmäßig Strategie und Prozesse nach. Warum das Unternehmen den Schritt gegangen, welche Chancen er bietet und welche Probleme aus dem Weg zu räumen waren, erläutert Michael Skule Langbehn, Mitglied der Geschäftsleitung bei Süverkrüp.
Zudem berichten Autohändler aus ihren Erfahrungen mit chinesischen Automarken, erläutern die Hintergründe ihrer Entscheidung für eine neue Marke und sprechen darüber, wie die Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert. Auf dem Podium stehen unter anderem Andreas Knipp, Geschäftsführer bei der Senger-Gruppe (u.a. MG/BYD) und und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender beim BYD-Partnerverband, Carsten Seitz, Inhaber des Autohauses Seitz (GWM) sowie Michael Skule Langbehn,
Der große Fachkongress von »kfz-betrieb« erfährt 2026 eine Runderneuerung: Wir bieten Branchenprofis ab diesem Jahr das volle Programm mit den wichtigen Trendthemen geballt an einem Tag statt an bisher zwei Tagen. Aus den bisherigen „Automotive Business Days“ wird der „Automotive Business Day“ – und dieser findet am 9. Juni 2026 (Dienstag) an unserem Stammsitz in Würzburg im unternehmenseigenen VCC | Vogel Convention Center statt.
AUTOMOTIVE BUSINESS DAY 2026
Komprimiert auf einen spannungsgeladenen Tag – ohne Einbußen in Qualität oder Vielfalt: Beim Automotive Business Day am 9. Juni 2026 in Würzburg erwarten Sie Best Practices und praxisnahe Vorträge zu Themen wie neue Marken und Geschäftsmodelle, KI in der Praxis und digitaler Werkstattprozess.
Schon gewusst? Als Autohändler oder Kfz-Betrieb profitieren Sie von besonders attraktiven Buchungskonditionen.
Der Tag endet mit einer Frühsommerparty am Abend, auf der sich die Kongressteilnehmer treffen und vernetzen können, um eine gute Zeit zu haben: Wir verleihen den „Automotive Business Award 2026“.
20 Unternehmen aller Größenklassen befinden sich in der Endrunde – Markenpartner aus diversen Netzen und auch freie Händler. In diesem Jahr haben sich viele Familienunternehmen beteiligt.
Input in mehreren thematischen Strängen
Die Verschlankung des Fachkongresses mit Award-Verleihung auf einen Tag bedeutet nicht, dass es inhaltlich weniger Input gibt. Vielmehr fächert sich nach einem gemeinsamen Kongressprogramm für alle am Vormittag die Tagung in drei parallele Veranstaltungsstränge auf, auf die sich unterschiedliche Themengebiete verteilen. Kongressbesucher können dann gemäß ihren Interessen wählen.
Auch den neu konzipierten Automotive Business Day unterstützen die langjährigen Partner Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Deutsche Automobil Treuhand (DAT), Loco-Soft, Mobile.de und TÜV Nord Mobilität.
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