Werkstattgeschäft unter Druck

Branchenindex März 2019

| Autor: Jakob Schreiner

Räderwechsel-Saison bedeutet in den meisten Werkstätten Hochbetrieb. Einige Kfz-Betriebe gehen allerdings davon aus, dass sich das finanziell nicht lohnen wird.
Räderwechsel-Saison bedeutet in den meisten Werkstätten Hochbetrieb. Einige Kfz-Betriebe gehen allerdings davon aus, dass sich das finanziell nicht lohnen wird. (Bild: ZDK)

Für einige Werkstätten könnte das sonst so stabile Servicegeschäft im laufenden Monat deutlich schwächer als erwartet ausfallen. Rund ein Drittel der freien Werkstätten rechnet im April mit Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die aktuelle Branchenindexbefragung der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergab.

Weniger als die Hälfte (45 %) der Betriebe geht davon aus, dass sie gleichbleibende Erträge erwirtschaften. Im März 2018 lag die Erwartung stabiler Umsätze bei 70 Prozent. Wie frühere BIX-Auswertungen zeigen, stieg der Auftragseingang im April auch deutlich an – entsprechend optimistisch blickten die freien Kfz-Betriebe auf diesen Monat.

Den Aufschwung scheinen einige allerdings noch nicht zu sehen und sind dementsprechend pessimistisch. Ähnlich wie zum aktuellen Monat äußerten sich die Werkstätten zum abgelaufenen. Nur 46 Prozent gaben an, im Service stabile Umsätze erwirtschaftet zu haben. Zum Vergleich: Im März 2018 lag der Wert für gleichbleibende Umsätze bei 60 Prozent. Jeweils 27 Prozent verzeichneten niedrigere oder höhere Umsätzen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Anders als die freien Betriebe, bewerten die markengebundenen Autohäuser ihre Umsätze im Gebrauchtwagenhandel und vor allem im Werkstattgeschäft deutlich stabiler. Die Erwartungen an den April sprechen in allen Geschäftsbereichen vor allem für stabile Umsätze. Treten die Einschätzungen der Autohändler so ein, dürfte sich auch die Lage im Neuwagenhandel deutlich entspannen. Im März verzeichneten noch fast 40 Prozent geringere Umsätze als vor einem Jahr. Für den laufenden Monat halbiert sich die Zahl fast und über die Hälfte rechnet mit stabilen Umsätzen.

Dass die Stimmung unter den freien Kfz-Betrieben nicht stärker eingebrochen ist, dürfte an zwei Faktoren liegen: Zum einen liegt die durchschnittliche Werkstattauslastung noch bei 72,2 Prozent und damit gut vier Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Zum anderen bewerten fast zwei Drittel der Befragten ihre eigene wirtschaftliche Situation als „gut“ oder „sehr gut“, 31 Prozent als „mittelmäßig“.

Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45862510 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Kia: Ceed als Wachstumstreiber

Der Importeur geht 2019 mit E-Soul und E-Niro in die Elektrooffensive. Die Nachfrage ist hoch, doch die Stückzahlen werden klein sein. Für Volumen soll nach Ansicht von Geschäftsführer Steffen Cost vor allem die erneuerte und erweiterte Ceed-Familie sorgen. lesen

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Elektromobilität: E-Volution im Handel

Die Autohäuser müssen sich infrastrukturell für das Elektromobilitätszeitalter rüsten. Viele Hersteller und Importeure setzen die Latte dabei hoch und treiben die Kosten in die Höhe. Die Krux ist: Mit der Installation von Ladesäulen ist es nicht getan. lesen