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Wessels + Müller: „Wir wollen in die Köpfe der Autofahrer“

| Autor: Jakob Schreiner

Mit einer bundesweiten Werbekampagne möchte der Teilegroßhändler auf den Markennamen seiner Werkstattkonzepte aufmerksam machen. Doch längst nicht alle Konzeptpartner profitieren davon.

Axel Birngruber, Leiter Werkstattkonzepte bei Wessels + Müller, präsentierte den Teilnehmern der Partnertagung die einzelnen Elemente der bundesweiten Werbekampagne.
Axel Birngruber, Leiter Werkstattkonzepte bei Wessels + Müller, präsentierte den Teilnehmern der Partnertagung die einzelnen Elemente der bundesweiten Werbekampagne.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Der Teilegroßhändler Wessels + Müller (WM SE) startet eine deutschlandweite Werbekampagne für drei seiner hauseigenen Werkstattkonzepte. „Weil Liebe durch den Wagen geht“ ist der Slogan der Kampagne, den das Unternehmen auf einem Konzeptpartnertreffen im Vorfeld der Werkstattmesse in Berlin vorgestellt hat. „Wir wollen in die Köpfe der Autofahrer“, sagte Axel Birngruber, Leiter der WM-Werkstattkonzepte, im Rahmen der Veranstaltung. Der Großhändler möchte damit vor allem im Wartungs- und Servicebereich brachliegende Potenziale ausschöpfen.

Verdeutlich wurde das Potenzial durch Zahlen aus dem DAT-Report 2019. Demnach halten Markenwerkstätten bei der Wartung von ehemaligen Neuwagen einen Anteil von 75 Prozent, freie Werkstätten von 23 Prozent. Den Ölwechsel lassen 56 Prozent in der Markenwerkstatt durchführen, 28 Prozent gehen dafür zu herstellerunabhängigen Betrieben, so der Report. Dabei ist sich Birngruber sicher: „Wir stehen den Vertragswerkstätten in nichts nach.“ Die Kampagne ziele darauf ab, aus Konzepten Marken werden zu lassen.

Mit der Kampagne will WM drei seiner hauseigenen Konzepte in den Fokus der Autofahrer rücken. Die übrigen, die der Teilgroßhändler auch vertreibt, haben das Nachsehen.
Mit der Kampagne will WM drei seiner hauseigenen Konzepte in den Fokus der Autofahrer rücken. Die übrigen, die der Teilgroßhändler auch vertreibt, haben das Nachsehen.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Für die Systeme „Auto-Fit“, „Auto-Pro“ und „Auto-Team Plus“ gibt es bundesweite Werbemaßnahmen, die neben Kino-, Großplakat- und Buswerbung in Großstädten auch eine Anzeigenkampagne in Endverbraucher-Zeitschriften wie „Focus“, „Instyle“, „Auto Motor und Sport“ oder „Auto Bild“ umfassen. Zudem können Partnerbetriebe auf Film, Plakat und Anzeige als Vorlage zurückgreifen und diese personalisieren lassen.

Dazu hat das Unternehmen den Dienstleister „Crossvertise“ mit ins Boot geholt, der die Buchung der Werbung in wenigen Schritten ermöglichen soll. Im Konzeptpartner-Kundenbereich auf der Internetseite sollen sich Betriebe in der „Media-Werkstatt“ für ihr Wunschmedium entscheiden, den entsprechenden Werbeort auswählen und online buchen können. Die Kosten für die Werbemaßnahmen variieren dabei je nach dem Medium, der Region und der Dauer. Für die Ausstrahlung des Kinospots fallen dabei aber immer mindestens 1.000 Euro an.

Andere Konzeptpartner sind außen vor

Rund 1.600 Konzeptpartner zählt der Teilehändler zu den drei genannten Werkstattsystemen. Weitere Werkstattkonzepte, die das Unternehmen vertreibt – unter anderem „Auto Auto“, „1a Autoservice“ oder „Bosch Car Service“ profitieren allerdings nicht von den Werbemaßnahmen. Axel Birngruber begründete die Entscheidung damit, dass man sich auf die drei Marken hätte konzentrieren müssen. Er versicherte aber, dass weiterhin alle Betriebe mit den etablierten Werbemaßnahmen unterstützt werden. Letztendlich möchte WM mit der Kampagne wohl insbesondere die eigenen, erfolgreichsten Konzepte in den Mittelpunkt rücken.

Mehr Aufmerksamkeit für das Werkstattportal

Flankiert wird die Kampagne mit Werbemaßnahmen für Autoservice.com, das Werkstattportal von Wessels + Müller, die sich auf TV-Werbung, Web-Banner, Google-Werbung und die Social-Media-Plattformen konzentrieren. Bei der Plattform geht es in erster Linie um die Auffindbarkeit der Werkstätten im Netz. Konversionsraten wie bei vielen klassischen Werkstattportalen spielen keine Rolle. Demnach fallen für die Werkstätten neben den monatlichen 9,90 Euro auch keinerlei zusätzliche Kosten für die Auftragsvermittlung an.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik