Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe Wie Werkstätten in der Diagnose künftig besser werden

Von Steffen Dominsky

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Multimarken-Diagnosetester leisten viel. Doch auch für sie gibt es Grenzen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Autowerkstatt 4.0“ an. Mithilfe neuartiger Digitaloszilloskope und künstlicher Intelligenz sollen freie Werkstätten Fehlersuchen künftig rascher und präziser durchführen können.

Das Projekt „Autowerkstatt 4.0“ möchte freie Werkstätten mit künstlicher Intelligenz und neuartigen 1-Kanal-Oszillsokopen bei der Diagnose unterstützen und Fehlersuchen „besser“ machen.
Das Projekt „Autowerkstatt 4.0“ möchte freie Werkstätten mit künstlicher Intelligenz und neuartigen 1-Kanal-Oszillsokopen bei der Diagnose unterstützen und Fehlersuchen „besser“ machen.
(Bild: LMIS )

Am 10. März startete die „Autowerkstatt 4.0“, ein Forschungsprojekt, das ein Konsortium aus mehreren Unternehmen und Bildungseinrichtungen ins Leben gerufen hat. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt mit 7,5 Millionen Euro. Mit dem Geld wollen die acht Partner unter Führung der LMIS AG eine Datenaustauschplattform für Kfz-Werkstätten, Diagnosesystemanbieter und weitere kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) der Automobilbranche aufbauen.

Die Plattform soll freie Betriebe und KMUs dazu befähigen, Fehlerdiagnosen und somit Reparaturen zielgerichteter und damit schneller und günstiger durchführen zu können. Möglich machen soll das der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Doch um eine solche einsetzen zu können, muss sie zuerst mit jeder Menge Daten und Informationen gefüttert werden. Dazu zählen folgende:

  • Aussagen oder Beobachtungen der Kunden (Fahrzeugbesitzer)
  • Ergebnisse klassischer Steuergerätediagnosen via OBD
  • explizite Sensor-/Aktormessungen mithilfe spezieller Kfz-Oszilloskope

Zu den acht Betreibern der Autowerkstatt 4.0 gehören Auto-Intern GmbH, Dekra Digital, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Fahrzeugwerke Lueg AG, Hochschule Osnabrück, Technische Hochschule Georg Agricola, Vergölst GmbH und Eco – Verband der Internetwirtschaft. Rund 5.000 Werkstätten nehmen an der Autowerkstatt 4.0 teil. Sie gehören etwa zur Vergölst GmbH und Fahrzeug-Werke Lueg AG bzw. sind Innungsmitglieder der Kfz-Innungen Baden-Württemberg und Niedersachsen. Auch der Bosch-Service-Strategieausschuss, das Pirelli-Konzept „Driver“ und Point-S beteiligen sich an dem Projekt.

 Dr. Jan H. Schoenke ist Head of Research and Development bei der LIMS AG. Sie ist einer der acht Konsortialpartner des Forschungsprojekts Autowerkstatt 4.0
Dr. Jan H. Schoenke ist Head of Research and Development bei der LIMS AG. Sie ist einer der acht Konsortialpartner des Forschungsprojekts Autowerkstatt 4.0
(Bild: LMIS )

Wie das Projekt Autowerkstatt 4.0 angelaufen ist, welche ersten Erkenntnisse es gibt und was Werkstätten tun müssen, um an diesem selbst teilzunehmen, darüber informiert Dr. Jan H. Schoenke, Head of Research and Development bei der LIMS AG, im Rahmen seines Vortrags auf der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe am 8. Oktober in Würzburg.

Fachtagung Freie Werkstätten & Servicebetriebe

Forum Fahrzeugbau 2022


Unter dem Leitthema „Digitale Türöffner: So machen Sie sich schon heute fit für das Servicegeschäft der Zukunft“ findet am 8. Oktober 2022 die Fachtagung Freie Werkstätten & Servicebetriebe im Würzburger Vogel Convention Center statt. Erfahren Sie, wie sich freie Betriebe fit im Umgang mit Bits und Bytes machen – von Wartung und Reparatur moderner Fahrzeugtechnik bis hin zur digitalen Verarbeitung von Daten und der Steuerung ihrer Werkstattprozesse.

Jetzt Ticket sichern!

Hinter der Veranstaltung stehen die Fachmedienmarke »kfz-betrieb« und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Sie werden dabei von der Automechanika Frankfurt, dem Autohersteller BMW, dem Zulieferer Continental und der Sachverständigenorganisation GTÜ als Sponsoren tatkräftig unterstützt. Die Fachtagung findet bereits seit mehr als drei Jahrzehnten statt und richtet sich speziell an Inhaber, Führungskräfte und Mitarbeiter markenunabhängiger Betriebe. Im Mittelpunkt des Informations- und Diskussionsforums stehen seit eh und je praxisnahe Vorträge und Livepräsentationen.

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