Chinesische E-Autos ZDK erhofft sich mehr Planungssicherheit von Mindestpreisregelung

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Für viele Autohäuser in Deutschland seien chinesische Fahrzeugmarken längst Teil ihres Geschäftsmodells. Transparente und überprüfbare Mindestpreise könnten für Stabilität sorgen, glaubt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.

Chinesische Elektroautos – im Bild der MG 4 – sind trotz der Zölle EU-weit auf dem Vormarsch.(Bild:  Zhang Yuanyuan)
Chinesische Elektroautos – im Bild der MG 4 – sind trotz der Zölle EU-weit auf dem Vormarsch.
(Bild: Zhang Yuanyuan)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bewertet den von der EU-Kommission vorgelegten Leitfaden zu Mindestpreisen für Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion grundsätzlich als eine mögliche Alternative zu Zöllen. Die mögliche Ablösung der bislang geltenden Ausgleichszölle durch transparente Mindestpreisregelungen könne zu mehr Planungssicherheit für den Kfz-Handel in Europa beitragen, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

„Für viele Autohäuser in Deutschland und der EU sind chinesische Fahrzeugmarken längst Teil ihres Geschäftsmodells. Sie sichern Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort. Eine verlässliche und regelbasierte Lösung ist daher im Interesse des Handels“, erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn laut Mitteilung.

Die bisherigen Strafzölle trafen nicht nur chinesische Marken, sondern auch Fahrzeuge europäischer Hersteller, die in China produziert und nach Europa importiert werden. Für Händler hätten sie erhebliche Unsicherheiten bei Preisgestaltung, Absatzplanung und Kundenberatung bedeutet. Mindestpreise, die transparent festgelegt und überprüfbar seien, könnten hier für Stabilität sorgen, ohne den Wettbewerb grundsätzlich auszuschalten, so der Verband. Allerdings gehöre zu einer freien Marktwirtschaft auch die freie Preisbildung am Markt. Subventionen dürften diese Preisbildung nicht verzerren.

Fairer Wettbewerb und die Einhaltung internationaler Handelsregeln seien jedoch unverzichtbar. „Der ZDK begrüßt ausdrücklich, dass sich die EU an den Regeln der Welthandelsorganisation orientiert. Handelspolitische Maßnahmen müssen objektiv, nicht diskriminierend und WTO-konform sein“, so Peckruhn weiter. Staatliche Subventionen dürfen nicht zu einseitigen Wettbewerbsverzerrungen zulasten des europäischen Marktes führen. Aus Sicht des Kfz-Gewerbes ist zudem entscheidend, dass die neuen Regelungen praktikabel sind und nicht zu zusätzlicher Bürokratie für den Handel führen.

(ID:50679380)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung