ZDK: Neuzulassungen können 2018 weiter steigen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Der Neuwagenabsatz brummt: Im laufenden Jahr steuert die Branche auf rund 3,4 Millionen Neuzulassungen zu. Aus Sicht das ZDK könnte im nächsten Jahr noch mehr drin sein. Allerdings gibt es diverse Unsicherheitsfaktoren.

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Kamingespräch mit Tradition: (v.li.) Stefan Knapp (Vorsitzender der Geschäftsführung Fuchs Schmierstoffe), Jürgen Karpinski (ZDK-Präsident) und Ralph Rheinboldt (Vorstandsmitglied Fuchs Petrolub).
Kamingespräch mit Tradition: (v.li.) Stefan Knapp (Vorsitzender der Geschäftsführung Fuchs Schmierstoffe), Jürgen Karpinski (ZDK-Präsident) und Ralph Rheinboldt (Vorstandsmitglied Fuchs Petrolub).
(Bild: Baeuchle/»kfz-betrieb«)

Nach der guten Absatzentwicklung im laufenden Jahr sieht der ZDK im nächsten Jahr noch Entwicklungsspielraum. „Wir sehen für 2018 einen Korridor der Neuzulassungen zwischen 3,4 und 3,5 Millionen Pkws“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski im Rahmen des traditionellen Kamingesprächs, das der Verband gemeinsam mit Fuchs Schmierstoffe veranstaltet.

Per Oktober hatten sich die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland auf gut 2,88 Millionen Einheiten summiert. Bis Ende des Jahres werden es wohl rund 3,4 Millionen Einheiten sein. Zudem könnte das Gebrauchtwagengeschäft besser laufen als in 2017. „Bei den Gebrauchtfahrzeugen liegen die Szenarien zwischen 7,2 und 7,4 Millionen Einheiten“, prognostizierte Karpinski. Im laufenden Jahr rechnet der Verband mit rund 7,3 Millionen Besitzumschreibungen. Damit liegen die Pkw-Besitzumschreibungen um 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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In dieser Entwicklung spiegelt sich laut Karpinski auch die Auswirkung der Dieselkrise wider. Diese würden derzeit die Branchen prägen. Vor allem die Diskussion um die Zukunft des Dieselmotors und drohende Fahrverbote schrecken die Kunden ab. „Einer dringend erforderlichen schnellen politischen Entscheidung zur Zukunft des Diesels steht die Phase der Regierungsbildung im Weg“, bedauert Karpinski.

Zudem werde die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu möglichen Fahrverboten in Stuttgart wohl nicht – wie vielfach vermutet – im Februar fallen, sondern später. „Es bleibt zu hoffen, dass die politische Weichenstellung vorher erfolgt“, sagte der ZDK-Präsident.

Im bisherigen Jahresverlauf bis Ende Oktober liege der Diesel-Anteil bei den neu zugelassenen Pkws nur noch bei 39,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug dieser Wert noch 46,3 Prozent. „Deutlicher kann sich die Verunsicherung der Verbraucher durch die Diskussion um drohende Fahrverbote nicht zeigen“, sagte der ZDK-Präsident.

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