ZDK präsentiert Konzept für Meister-HU

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Mit der Meister-HU will das Kfz-Gewerbe den Betrieben neue Chancen eröffnen. Wie diese aussehen könnten, erläuterte die ZDK-Technikabteilung jetzt in Bonn.

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(Bild: VBM-Archiv)

Das neue Konzept für die Meister-HU ist fertig. Am Montag hat die ZDK-Technikabteilung die Grundlagen für die Durchführung der Hauptuntersuchung durch Kfz-Meisterbetriebe vor rund 140 Teilnehmern aus der Verbandsorganisation in Bonn präsentiert. Gemeinsam mit Vertretern von Landesverbänden und Innungen hat der ZDK in den vergangenen Monaten den Vorschlag erarbeitet.

Zwei Dinge sind dabei wesentlich: Neben der Qualifizierung der Meister ist die Qualitätssicherung von entscheidender Bedeutung. Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung müssen garantieren, dass in jeder HU-Werkstatt ein System existiert, das ähnlich aufgebaut ist, wie die Systeme zur Qualitätssicherung der bereits erfolgreich durchgeführten hoheitlichen Aufgaben Abgasuntersuchung (AU/AUK), Gasanlagen- (GAP/GSP) und Sicherheitsprüfung (SP).

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Eine externe Überwachung der Meister-HU soll die notwendige Qualität garantieren. Dazu sollen vor allem unangekündigte Nachprüfungen beitragen. Werden dabei Abweichungen festgestellt, muss die anerkannte Werkstatt mit massiven Sanktionen rechnen.

Als Grundlage für die Erarbeitung des Qualifizierungskonzeptes für „HU-Meister“ dienten die Inhalte aus dem Lehrplan für Prüfingenieure der amtlich anerkannten Überwachungs-organisationen. Bildungsexperten der Landesverbände und Schulungszentren prüften diese zunächst, inwieweit sie bereits Bestandteil der Meisterprüfung sind. Die Inhalte, die auch den Prüfingenieuren vermittelt werden und die noch nicht Bestandteil der Meisterprüfung sind, wurden dann in drei Module zur Weiterqualifizierung der Kfz-Meister aufgeteilt.

Durch die Unterteilung der Lehrplaninhalte für angehende HU-Meister, in bereits geschultes und geprüftes Know-how einerseits und noch zu erarbeitendes Wissen andererseits, können unnötige Dopplungen in der Qualifizierung vermieden werden. Zugleich ermöglicht die Differenzierung nach den Fahrzeugklassen Pkw/Motorrad und Nutzfahrzeuge eine Vertiefung des Lernstoffes in den noch zu erarbeitenden Bereiche. Insgesamt veranschlagen die Experten des Kfz-Gewerbes rund zwei Monate, für die Zusatzqualifizierung.

Anfang März dieses Jahres wird der ZDK das Konzept dem zuständigen Bund-Länder-Fachausschuss präsentieren. Der von der Europäischen Union vorgegebene Rahmen gestattet den nationalen Gesetzgebern, die HU auch Kfz-Werkstätten zu übertragen. Entsprechende Erfahrungen wie zum Beispiel in den Niederlanden zeigen, dass solch ein System gut funktioniert. Bereits heute wählen drei Viertel der Autofahrer in Deutschland für die HU den Weg in die Werkstatt. Pro Jahr führen die Prüfingenieure der Überwacher insgesamt etwa 25 Millionen Hauptuntersuchungen in Deutschland durch.

Eine ausführliche Erläuterung des Konzeptes erscheint im »kfz-betrieb« Ausgabe 6 am Donnerstag 7. Februar 2013.

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