ZDK sieht Chancen für Händlerschutz

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der Verlust der Kfz-GVO und ihrer Händlerschutzbestimmungen setzt den Kfz-Betrieben zu. Doch nun sieht der ZDK Chancen, dass einige Klauseln wieder verankert werden können.

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ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann sieht gute Chancen, den Händlerschutz auf europäischer Ebene wieder voranzubringen.
ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann sieht gute Chancen, den Händlerschutz auf europäischer Ebene wieder voranzubringen.
(Foto: Mauritz)

Der ZDK kämpft weiter um die Ausweitung des bereits bestehenden Code of Conduct des europäischen Herstellerverbandes ACEA. Der Weg sei steinig, aber „unsere Chancen stehen nicht schlecht“, sagte ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann während der Frühjahrsveranstaltung des ZDK-Wirtschaftstreffs in Bonn.

Bislang haben die Hersteller in der freiwilligen Selbstverpflichtung eine zweijährige Kündigungsfrist für Händlerverträge sowie ein Schiedsverfahren verankert. Nun will das Kfz-Gewerbe drei weitere Punkte aufnehmen: Erleichterung des Mehrmarkenvertriebs und der Übertragung des Vertriebsvertrags sowie Investitionsersatzansprüche.

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Für die Forderung, hinter der das europäische Kfz-Gewerbe geschlossen steht, erhält die Branche umfangreiche Unterstützung: Neben EU-Kommission und Europäischem Parlament haben auch nationale Regierungen und Verbraucherverbände Zustimmung signalisiert.

Zum Erfolg will das Kfz-Gewerbe im Rahmen des europäischen Projekts „Cars 2020“ kommen, mit der die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilwirtschaft in Europa gestärkt werden soll. Hersteller und Händler sitzen unter Vermittlung der EU-Kommission gemeinsam an einem Tisch. Die nächsten Gespräche sind für Anfang Juni angesetzt.

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