Zehn Jahre Automobilkaufmann

Redakteur: Johannes Büttner

Das Kraftfahrzeuggewerbe feierte den 10. Geburtstag des Berufs Automobilkaufmann. Bei dieser Gelegenheit zeichnete der AKA erstmals die besten Auszubildenden als „Top Trainees“ aus.

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Birgit Behrens (ZDK, li.) und Dorothee von Baudissin (AKA, re.) gratulierten den AKA-Top-Trainees Stefanie Siebert und Bernd Schäfer.
Birgit Behrens (ZDK, li.) und Dorothee von Baudissin (AKA, re.) gratulierten den AKA-Top-Trainees Stefanie Siebert und Bernd Schäfer.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Berufsbild „Automobilkaufmann/-kauffrau“ kommt bei Auszubildenden, Betrieben und Schulen gut an. Grund genug für das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, den zehnten Geburtstag des Automobilkaufmanns zu feiern. Dazu kamen Verbandsvertreter, Unternehmer, Lehrer sowie Auszubildende der ersten Stunde und von heute am 15. November zu einem Fest im Autohaus Schmid in Jülich zusammen.

ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens und einer der „Väter des Berufs“, Dieter Berens, blickten auf die Entstehungsgeschichte zurück. In den neunziger Jahren sei es darum gegangen, ein eigenständiges Berufsbild für die Branche zu entwickeln. „Ein Automobilkaufmann soll schließlich mehr sein als ein Einzelhandelskaufmann für Autos“, betonte Berens.

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Zunächst seien die Reaktionen aus der Politik und von den Gewerkschaften skeptisch gewesen, aber als der Beruf dann 1998 offiziell eingeführt war, nahm er eine rasante Entwicklung: Zwei Jahre später bestanden schon 9.000 Ausbildungsverhältnisse, jährlich stellen die Betriebe konstant rund 4.000 neue Azubis ein.

Gute Azubis für interessanten Beruf

„Heute stehen wir vor der großen Aufgabe, das Niveau des Automobilkaufmanns weiter hochzuhalten. Wir müssen Marketing betreiben, um weiter gute Auszubildende für diesen hochinteressanten Beruf zu gewinnen“, richtete Birgit Behrens den Blick in die Zukunft.

Den angehenden Automobilkaufleuten bescheinigten alle Referenten gute Karrierechancen. „Schließlich brauchen wir in unseren Betrieben gut ausgebildeten Nachwuchs, um gerade in schwierigen Zeiten bestehen zu können“, erläuterte beispielsweise der Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes NRW, Ernst-Robert Nouvertné.

Einen entscheidenden Anteil an der „Erfolgsgeschichte Automobilkaufmann“ hat die gute Zusammenarbeit mit den Berufsschulen. Hier lautete zu Beginn die große Herausforderung, den neuen Beruf zu etablieren und eigene Fachklassen einzurichten. „Aber inzwischen ist der Automobilkaufmann ein Selbstläufer“, berichteten Antje Ludwig vom Berufskolleg Oelsnitz und Christian van Helden vom Berufskolleg Aachen übereinstimmend.

AKA-Top-Trainees 2008

Neben dem abstrakten Berufsbild hatten zum Abschluss auch noch Automobilkaufleute aus Fleisch und Blut einen Grund zum Feiern: Erstmals zeichnete der Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA) die besten Auszubildenden des Abschlussjahrgangs 2008 mit dem Titel des „AKA Top Trainee“ aus.

„Auch wir brauchen gut ausgebildete Berater vor Ort, damit der Kunde mobil bleibt“, erläuterte AKA-Vertreterin Dorothee von Baudissin das Engagement der Finanzdienstleister. Als erste Top Trainee zeichnete sie Stefanie Siebert aus, die sich über ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen darf. Der zweite und dritte Platz gingen an Timo Welling und Bernd Schäfer.

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