Vertrieb von Luxusmarken Zurück zum aktiven Verkaufen

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Die Zeiten, in denen die Nachfrage das Angebot überstieg, sind auch im obersten Preissegment passé. Thilo Kamps, Geschäftsführer der Kamps-Gruppe, die sich auf Luxusmarken spezialisiert hat, schildert, mit welcher Strategie er die Verkaufszahlen und Erträge stabil hält.

Der Bugatti-Showroom der Kamps-Gruppe in Hamburg: Die Marke liegt an der Spitze der automobilen Preisskala. (Bild:  Kamps-Gruppe)
Der Bugatti-Showroom der Kamps-Gruppe in Hamburg: Die Marke liegt an der Spitze der automobilen Preisskala.
(Bild: Kamps-Gruppe)

Das Wachstum der Luxusindustrie ist global ins Stocken geraten: Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Mc-Kinsey-Studie. Wies die Branche von 2019 bis 2023 global noch jährliche Wachstumsraten von fünf Prozent aus, rechnen die Analysten bis zum Jahr 2027 lediglich noch mit einem jährlichen Plus zwischen einem und drei Prozent. Ein zentraler Grund ist die Stagnation des Luxusmarkts im Schlüsselmarkt China. Diese Entwicklung wirkt auch auf den Vertrieb von automobilen Luxusmarken in Deutschland aus: Schließlich gilt es, die produzierten Fahrzeuge auch zuzulassen. Und die Auswirkungen der US-amerikanischen Zollpolitik, dem zweiten globalen Schlüsselmarkt für Luxusgüter, sind in dieser Studie noch gar nicht berücksichtigt.

Auch die Kamps-Gruppe mit Hauptsitz in Bergkamen, die sich auf Vertrieb und Service von Luxusmarken spezialisiert hat, bekommt zu spüren, dass das Angebot zuletzt die Nachfrage überholt hat, und dass Überkapazitäten auch im obersten Preissegment inzwischen ein Thema sind. Mit Porsche, McLaren, Bentley, Rolls-Royce und Bugatti vertreibt das Familienunternehmen mit rund 250 Mitarbeitern an fünf Standorten in Deutschland und in der Schweiz den gesamten preislichen Querschnitt im Luxussegment: von rund 80.000 Euro bis hin zu einem zweistelligen Millionenbetrag.