Meister-Classic Oberbayern 319 Kilometer durch das malerische Allgäu

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

Mit einem neuen Teilnehmerrekord von 72 Young- und Oldtimern startete die Oberbayerische Meister-Classic am Wochenende in ihre achte Runde. Auf 319,90 Kilometern führte die Rallye-Strecke durch das Allgäu und Teile Oberbayerns. Am Ende gab es für die Sieger die begehrten Pokale.

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Die Sieger der Meister-Classic 2021 (von links): Günther und Andrea Schwanitz (3. Platz), Stefan und Andrea Griebl (1. Platz) und Kitti und Franz Kettl (2. Platz).
Die Sieger der Meister-Classic 2021 (von links): Günther und Andrea Schwanitz (3. Platz), Stefan und Andrea Griebl (1. Platz) und Kitti und Franz Kettl (2. Platz).
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Start und Ziel der Meister-Classic Oberbayern war Ottobeuren. Veranstalter war die Kfz-Innung Oberbayern und München, die sich über den Rekord von 72 Fahrzeugen freute. Den größten Anteil am Teilnehmerfeld hatten die Modelle aus den 1960er Jahren (19 Fahrzeuge), dicht gefolgt von den 70er (15) und 80er Jahren (16). Auch die 1990er waren schon mit 15 Modellen vertreten.

Mit dem Buick Century aus dem Jahr 1939 war nur ein Fahrzeug aus den 40er Jahren am Start. Für Fahrer Carlos Rieder und Beifahrer Urs Schnüriger war die Oberbayerische Meister-Classic eine ihrer Vorbereitungstouren. Denn im nächsten Jahr wollen die beiden Schweizer mit ihrem Buick auf die Tour Peking-Paris über 14.000 Kilometer gehen.

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Unter den Marken waren deutsche Hersteller mit Porsche, BMW, Mercedes und Volkswagen am stärksten vertreten. Ein DKW-Munga von 1961 war der einzige Geländewagen. Er lief beim zivilen Bevölkerungsschutz der Stadt München.

Renault war nur mit zwei Fahrzeugen am Start, britische und italienische Marken waren mit je sieben Prachtstücken dabei. Zusammen mit dem Buick, den Ford Mustangs und Chevrolet Corvettes waren fünf Autos aus amerikanischer Produktion an der Rundfahrt beteiligt.

Auf die Teilnehmer wartete nicht nur eine Rallyestrecke, die durch das malerische Allgäu mit netten kleinen Ortschaften führte, sondern wieder spannende, abwechslungsreiche und mitunter für die Zuschauer unterhaltsame Aufgaben.

Während sich der Fahrer vor allem auf die Strecke konzentrierte, musste der Beifahrer die Rallye-Aufgaben lösen, die rechts und links der gut 319 Kilometer langen Strecke lagen: Mal musste ein Vorgartenzwerg gefunden werden, mal ein Firmenwegweiser oder eine Kirche.

Fahrerisches Können war ebenso gefragt wie Muskelkraft: So mussten Fahrer und Beifahrer ihr Automobil über eine vorgegebene Distanz schieben. Natürlich auf Zeit.

Auch einen Slalom-Parcours – in diesem Jahr vorwärts – galt es schnellstmöglich zu schaffen. Oder die Aufgabe, mit dem Fahrzeug auf ein Schild zuzufahren und exakt 44 Zentimeter davor anzuhalten – wer kommt möglichst nahe an diesen Abstand? Natürlich mussten auf der Strecke alle Regeln der Straßenverkehrsordnung eingehalten werden und die Fahrzeuge zugelassen sein.

Den ersten Platz der Gesamtwertung erreichten Andrea und Stefan Griebl mit ihrem MG Midget, Baujahr 1969. Auf den zweiten Platz kamen Kitti und Franz Kettl im Alfa Romeo Giulia aus dem Jahr 1974. Mit ihrem Porsche 356 B, Baujahr 1962, holten sich Andrea und Günther Schwanitz Platz drei.

Die nächste Oberbayerische Meister-Classic findet 2022 statt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Ausrichter Andreas Brachem, Geschäftsführer der Innung München und Oberbayern, zog abschließend ein erfolgreiches Resümee: „Die Stimmung war am gesamten Wochenende toll.“

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