Erhöhter Beratungsaufwand? Ab dem 1. Mai gilt ein neues Reifenlabel

Autor: Jan Rosenow

Eine vereinfachte Darstellung der Labelklassen soll den Kunden die Kaufentscheidung erleichtern. Doch in Bezug auf Winterreifen erhöht sich der Beratungsbedarf eher.

Ab dem 1. Mai sollen Kunden umfassender über die Reifeneigenschaften informiert werden als bisher.
Ab dem 1. Mai sollen Kunden umfassender über die Reifeneigenschaften informiert werden als bisher.
(Bild: GDTG)

Am 1. Mai 2021 tritt die neue Reifenkennzeichnungsverordnung (EU) 2020/740 in Kraft. Mit dieser sollen die Endkunden umfassender über die Reifeneigenschaften informiert werden als bisher. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Die Labelklassen für Rollwiderstand und Nassbremsweg werden neu geordnet.
  • Die Geräuscheinstufung wird mit einer Dezibel-Angabe und den Buchstaben A, B oder C dargestellt.
  • Piktogramme geben an, ob es sich um einen Winterreifen mit geprüfter Schneehaftung nach der EU-Typgenehmigung handelt (3PMSF beziehungsweise Schneeflockensymbol) oder um einen Reifen mit besonderer Haftung auf Eis nach einem neuen ISO-Standard.
  • Endverbraucher können sich über einen QR-Code zusätzlich die individuellen Reifendaten aus einer EU-Datenbank herunterladen.

Statt sieben gibt es nur noch fünf Labelklassen. Und erstmals wird auch die Wintertauglichkeit auf dem Reifenlabel vermerkt (unten rechts).
Statt sieben gibt es nur noch fünf Labelklassen. Und erstmals wird auch die Wintertauglichkeit auf dem Reifenlabel vermerkt (unten rechts).
(Bild: Continental)

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group