ABS-Rückruf: VW und Skoda folgen Audi

385.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen

| Autor: Niko Ganzer

Auch ältere Golf-Modelle sind von der aktuellen ABS-Aktion betroffen.
Auch ältere Golf-Modelle sind von der aktuellen ABS-Aktion betroffen. (Bild: VW)

Nach Audi rufen nun auch Skoda und VW zahlreiche Fahrzeuge für ein Software-Update in die Werkstätten. Betroffen sind die Modelle Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco von VW (Produktionszeitraum: 20. Mai 2008 bis 28. August 2010) sowie Octavia und Superb von Skoda (1. Juni 2008 bis 1. Juni 2009). „Die Stabilisierungsfunktion des Fahrzeugs über das Bremsregelsystem kann in fahrdynamischen Grenzsituationen, wie zum Beispiel Übersteuern, Untersteuern oder Vollbremsungen, nicht mehr gegeben sein“, sagte ein VW-Sprecher auf Anfrage.

Allein in Deutschland sind von diesem Rückruf etwa 385.000 Einheiten betroffen, davon 36.100 Skoda und 61.000 Audi A3. Die Ingolstädter Tochter hatte die Aktion schon Anfang des Monats verkündet. Damals stand die betroffene Stückzahl in Deutschland allerdings noch nicht fest.

Ursache des Problems sei eine thermomechanische Überlastung im Steuergerät für das ABS und ESP, so der VW-Sprecher. Dies könne zu einer fehlerhaften Masseverbindung und in der Folge zu einer Unterbrechung des Stromflusses an Bausteinen im Steuergerät führen. In der Werkstatt werde daher die Software für das Steuergerät aktualisiert. „Diese Software überprüft die Funktion des ABS/ESP-Steuergerätes regelmäßig und zeigt einen Fehler durch die ABS-Warnlampe an.“

Das Update für das Fahrzeug dauert je nach Reparaturumfang circa 30 Minuten. Abgearbeitete Fahrzeuge sind an einem Aktionsaufkleber im Bordbuch und im Kofferraum erkennbar. Der Code für die Maßnahme lautet bei VW und Skoda „45F2“, bei Audi wie schon bekannt „45F5“. Ein Sprecher von Seat Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass ihm „zu diesem Rückruf zum jetzigen Zeitpunkt nichts bekannt“ sei.

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