Suchen

ADAC: Elektrik häufigste Pannenursache bei Lkw

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Laut der Lkw-Pannenstatistik des ADAC bleibt eine fehlerhafte Elektrik die Pannenursache Nr. 1 - gefolgt von Reifen- und Motorschäden. Der ADAC sieht viele Pannen in mangelnder Fahrzeugwartung begründet.

Firmen zum Thema

ADAC-Pannenstatistik: 30,2 Prozent aller Truckservice-Einsätze gehen auf das Konto von Elektrikpannen.
ADAC-Pannenstatistik: 30,2 Prozent aller Truckservice-Einsätze gehen auf das Konto von Elektrikpannen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Defekte an der Fahrzeugelektrik oder -elektronik bleiben weiterhin die häufigste Pannenursache bei Lkw. Das ergibt die aktuelle Pannenstatistik des ADAC Truckservice für das erste Halbjahr 2010. Insgesamt gehen 30,2 Prozent aller Einsätze auf das Konto von Elektrikpannen - im Vorjahreszeitraum waren es 30,5 Prozent.

Wie im ersten Halbjahr 2009 folgen in diesem Jahr erneut Reifenpannen auf dem zweiten Platz. Ihr Anteil hat von 26,4 auf 27,4 Prozent zugenommen. Gestiegen ist weiterhin der Anteil der Motorschäden, der Pannenursache Nummer drei. Er betrug von Januar bis Juni 2010 nun 21,9 Prozent, nach 21,1 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut ADAC konnten die Truckservice-Mitarbeiter 90 Prozent aller Reparaturen erfolgreich vor Ort durchführen und damit die Ausfallzeiten der Fahrzeuge senken.

Firmen vernachlässigen Wartungen

„Der wirtschaftliche Druck und steigende Fahrleistungen haben dazu geführt, dass Fahrzeugwartungen zu kurz kamen“, analysiert Werner Renz, Geschäftsführer ADAC Truckservice, die Pannenstatistik. Die vermeintliche Ersparnis könne aber rasch zu einem Defekt führen, so Renz weiter.

Bildergalerie

Durch den extrem harten Winter verzeichnete der ADAC Truckservice von Januar bis März 2010 rund 20 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahreszeitraum. Im Januar 2010 waren Elektrik- oder Elektronikpannen bei Nutzfahrzeugen mit 42,9 Prozent überdurchschnittlich hoch. Besonders häufig zur Pannenhilfe ausrücken mussten die ADAC-Mitarbeiter zudem aufgrund eingefrorener Kraftstoffsysteme, defekter Batterien oder im Schnee festgefahrener Fahrzeuge.

(ID:356101)

Über den Autor

 Stephan Richter

Stephan Richter

Freier Autor