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AGR-Problem: BMW weitet Diesel-Rückruf stark aus

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

BMW weitet einen Rückruf wegen Brandgefahr aus. Zu den 1,6 Millionen Fahrzeugen aus dem vergangenen Jahr kommen weitere 232.000 Modelle dazu. Betroffen ist nahezu das gesamte Selbstzünder-Portfolio der Münchener aus den Jahren 2010 bis 2017.

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(Bild: BMW)

Bei BMW bleibt die Brandgefahr von Dieselmotoren ein Thema. Wie ein Konzernsprecher auf Anfrage bestätigte, haben die Münchner nach einer Feldbeobachtung die Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum August 2010 bis August 2017 nochmals erhöht. „Es handelt sich dabei um zusätzliche 232.000 Fahrzeuge mit Vierzylinder Diesel-Motoren weltweit“, sagte er. Davon seien rund 113.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen.

Schon vergangenes Jahr hatte der Hersteller wegen einer möglichen Undichtigkeit am Abgasrückführungsmodul in mehreren Etappen weltweit 1,6 Millionen Dieselmodelle zurückgerufen. „Bei den betroffenen Fahrzeugen wird das Produktionsdatum des AGR-Kühlers geprüft und bei Bedarf dieser ersetzt“, kündigte der Sprecher an. Je nach Arbeitsaufwand dauere dies zwischen einer halben und bis zu drei Stunden.

Konkret geht es um die Baureihen 1er bis 7er und die SUV-Modelle X1 und X3 bis X6. Der Hersteller hat für die Maßnahme inzwischen drei verschiedene Aktionscodes vergeben: „0011900400“, „0011970400“ und „0011400500“. Da die Durchführung vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nicht überwacht wird, dürfte die tatsächliche Brandgefahr eher gering sein. Schon im Oktober 2018 sprach der Hersteller von einem „minimalen Risiko“, das durch den Rückruf weiter reduziert werden solle.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist